„Im Stich gelassen“

Bozen: Maria Chiara Pasquali tritt zurück

Freitag, 12. Juni 2015 | 08:55 Uhr

Bozen – Turbulent ging es gestern bei der Einsetzung der 45 neu gewählten Gemeinderäte in Bozen. Neben der Frage, ob Matteo Paolo Bonvicini, der Listenführer der Bürgermeisterpartei „x Spagnolli“ überhaupt wählbar war, sorgte auch die PD-Gemeinderätin und Ex-Urbanistikstadträtin Maria Chiara Pasquali für eine Überraschung. Laut Medienberichten teilte sie ihren Rücktritt mit.

In einer langen Rede beklagte sie sich, dass sie sich in Zusammenhang mit dem Benko-Projekt im Stich gelassen fühle – auch von Bürgermeister Luigi Spagnolli. Zudem betonte Pasquali, die die Abwicklung im Urbanistikamt in die Wege geleitet hatte, dass der entsprechende Artikel 55 des Raumordnungsgesetzes, den sie umgesetzt hatte, zu reformieren sei.

Der Gemeinderat müsse beim Prozedere von Anfang an mit eingebunden werden, nicht erst am Schluss, erklärte Pasquali. Außerdem wehrte sie sich gegen den Vorwurf, dass Bozen unter ihrer Leitung zu sehr verbaut worden sei.

Pasquali hatte bei den Gemeinderatswahlen Stimmen verloren. Die Chancen, dass sie erneut in den Stadtrat einziehen könnte, waren somit gering.

Unterdessen wurde beschlossen, dass in der Frage, ob Bonvicini wählbar war, ein Gutachten der Region abgewartet wird.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen