Kampf gegen Vorurteile

Bozen: Sinti Antonio Held tritt für PD an

Montag, 27. April 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – Erstmals treten bei den Gemeinderatswahlen in Südtirol auch zwei Sinti an. Einer von ihnen ist Antonio Held, der für den PD in Bozen ins Rennen geht, berichten das Tagblatt Dolomiten und die Sonntagszeitung Zett.

„Ich kandidiere vor allem, um Bozen, aber auch ganz Südtirol darauf aufmerksam zu machen, dass auch die Sinti Bozner und Teil dieser Gesellschaft sind. Wir wollen auch unseren Beitrag leisten. Wir leben hier und lieben diese Stadt“, erklärte Held am Freitag.

Im Beisein hochrangiger PD-Vertreter, wie etwa von Bürgermeister Luigi Spagnolli stellte sich der Held der Presse. Seine Kandidatur bezeichnet er als einen „symbolischen Akt“. Dies besonders für Südtirol, wo Minderheiten eine große Rolle spielen, bedeutsam.

Gleichzeitig widerlegte er auch eine Reihe von Vorurteilen gegenüber seiner Volksgruppe. „Es stimmt nicht, dass Sinti nur in Nomadenlager wohnen. Meine Familie lebt in vierter Generation in Bozen. Ich selbst lebe seit 20 Jahren in einer Wohnung, habe eine Arbeit und zahle meine Steuern“, sagte er laut „Dolomiten“.

Robert Gabrielli, einer weiterer Sinti, kandidiert hingegen auf der Liste „Linke für Bozen“.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen