Riesige Rauchschwaden über den Brunecker Talkessel

Brand in Stegen: Schaden in der Höhe von 600.000 Euro

Donnerstag, 23. Juli 2015 | 09:00 Uhr

Stegen – Obwohl Brandstiftung ausgeschlossen wird, ist die Brandursache bei der Futtermittelfabrik Beikircher in Stegen laut Berufsfeuerwehr noch immer nicht gänzlich geklärt.

Unterdessen gibt es erste Schätzungen der entstandenen Schäden. Gerechnet wird mit einer Summe von 600.000 Euro.

Das Feuer ist am Dienstagabend ausgebrochen, die Nachlöscharbeiten dauerten bis gestern Mittag.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (22.07.2015)

Laut ersten Informationen stand ein Großaufgebot von Pustertaler Feuerwehren im Einsatz, um einen Großbrand auf dem Gelände der Futtermittelfabrik Beikircher Grünland in Stegen bei Bruneck zu löschen. Die Alarmierung war gegen 19.35 Uhr erfolgt. Laut Augenzeugen waren die Rauchschwaden weithin über den Brunecker Talkessel sichbar.

Der Großeinsatz bei der Lagerhalle der Firma Beikircher war auch am späteren Abend noch voll im Gange, bis das Feuer gelöscht werden konnte. Die gute Nachricht: Von den Rauchgasen geht keine Gefahr für die Bevölkerung aus.

Die Freiwillige Feuerwehr Bruneck hat mit dem Einsatz des Großraumventilators den Rauch von der angrenzenden Wohnzone weggeleitet. Die Bewohner wurden angehalten, Fenster und Türen zu schließen.

Während des gesamten Einsatzes wurden von Seiten der Freiwilligen Feuerwehr Bruneck Luftmessungen durchgeführt, um im Falle akuter Gefahr sofort intervenieren zu können. Um 22.30 Uhr wurden die letzten Messungen gemeinsam mit einem Techniker des Amtes für Luft und Lärm abgeschlossen. Die Messungen ergaben zu keinem Zeitpunkt besorgniserregende Werte.

Der Einsatz ging auch in der Nacht weiter. Es mussten die brennenden oder verkohlten Futterballen (jeder wiegt mehrere 100 Kilo), Futtermittel, Paletten von Kunstdünger usw. aus der Halle entfernt werden. Im Einsatz standen sämtliche Wehren von Stegen, Bruneck, Dietenheim, Aufhofen, Reischach, Pfalzen, St. Lorenzen, Issing, – rund 200 Mann – ein Sachverständiger der Berufsfeuerwehr und die Carabinieri.

Die Witterung beeinflusste die Löscharbeiten nicht. Günstig ausgewirkt hat sich, dass die Abdeckung an den Wänden und am Dach der Hallenkonstruktion aus Kunststoffplanen besteht. Diese sind durch die Hitze geschmolzen, sodass Hitze und Rauch abziehen konnten. Die Brandursache steht noch nicht fest.

Das Weiße Kreuz hat eine Sanitätsstelle mit Notarzt aufgebaut. Dort musste auch ein Wehrmann medizinisch versorgt werden, der sich eine Fußverletzung zugezogen hat. Der Nordring war von Einsatzbeginn bis kurz vor Mitternacht gänzlich gesperrt – im Verlauf der Nacht wurde eine Einbahnverkehrsregelung eingeführt.

Die Einsatzleitung oblag dem Kommandanten der Feuerwehr von Stegen, Horst Pramstrahler. An der Einsatzstelle zugegen waren auch Vertreter des Bezirksverbandes und Bürgermeister Roland Grießmair zugegen.

Von: ©ka/mk

Bezirk: Pustertal