Pöder: "Bettelbanden machen aus der Gutherzigkeit ein Geschäft"

Brixen will gegen aggressives Betteln vorgehen

Mittwoch, 08. Juli 2015 | 10:22 Uhr

Brixen – Bei einem Sicherheitstreffen in Brixen hat Regierungskommissarin Elisabetta Margiacchi Medienberichten zufolge folgende Situation für die Bischofsstadt gezeichnet.

Die Wohnungseinbrüche und Ladendiebstähle nehmen zu, während die anderen Verbrechen wie Raub, Taschendiebstähle, Handtaschenraub und Drogendelikte rückläufig sind.

Um darauf eine Antwort zu finden, sollen die Kontrollen vonseiten der Polizei und Carabinieri verstärkt werden. Zudem soll auch gegen das aggressive Betteln vorgegangen werden.

Margiacchi hat diesbezüglich vorgeschlagen, die Videoüberwachung in Brixen an die zentralen von Polizei und Carabinieri anzuschließen.

BürgerUnion fordert sektorales Bettelverbot

Unterdessen schlägt die BürgerUnion ein sektorales Bettelverbot in Südtirols Gemeinden nach dem Muster Salzburgs in einem Landtagsantrag vor.

„Der Antrag, der bereits vor einigen Wochen im Landtag eingebracht wurde, sieht vor, dass Bettelbanden künftig durch zeitliche und örtliche Begrenzung des Bettelns in den Gemeinden zu begrenzen“, erklärt Andreas Pöder.

"Aktuell ist Betteln jedoch zu einem lukrativen organisierten Geschäft verkommen. Aggressive Bettelbanden machen aus der Gutherzigkeit ein Geschäft und gefährden zudem die öffentliche Sicherheit", so Pöder .

"Aus humanitären Gründen kann das Betteln nicht komplett verboten werden. Doch aggressivem Betteln und organisierten Bettelbanden muss Einhalt geboten werden. Durch ein sektorales Bettelverbot soll das Betteln dort verboten werden, wo die ungehinderte Nutzung des öffentlichen Raumes nicht mehr möglich ist und die öffentliche Sicherheit gefährdet wird."

Von: ©lu

Bezirk: Eisacktal