Geburtenrate sinkt

BürgerUnion fordert Ressort für Demografiewandel

Sonntag, 26. Juli 2015 | 17:02 Uhr

Bozen – Die BürgerUnion schlägt die Errichtung eines Demografieressorts der Landesregierung bzw. die Betrauung eines bestehenden Ressorts mit Demografiefragen vor.

Der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder hat dazu einen Beschlussantrag eingebracht.

"Damit soll Südtirol auf die sich dramatisch ändernde Altersstruktur der Gesellschaft und weitere demografische Entwicklungen rechtzeitig vorbereitet werden, aber auch versuchen, die demografische Entwicklung zu beeinflussen", erläutert der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

Pöder verweist als Beispiel auf das deutsche Bundesland Rheinland-Pfalz, in dem erfolgreich ein eigenes Ministerium mit der Koordination der Gesetzgebung im Bereich Demografiewandel betraut worden sei.

"Die Menschen in Südtirol werden immer älter. Gleichzeitig werden weniger Kinder geboren als früher. Die Zunahme unserer Bevölkerung ergibt sich aber auch aus einem positiven Wanderungssaldo. Diese demografische Entwicklung wirkt sich auf alle Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens aus und bestimmt bereits heute die Richtung von morgen", schreibt der Landtagsabgeordnete, Andreas Pöder.

Laut Pöder ist es bedenklich, dass Südtirols Bevölkerung zwar zunimmt, es aber zugleich weniger Geburten gibt. "Im fernen 1965 wurden noch 9.426 Kinder in Südtirol geboren, 2013 nur noch 5.281. dass unsere Bevölkerung dennoch zunimmt, verdanken wir einerseits dem stetig steigenden Durchschnittsalter der Südtiroler, aber vor allem dem sogenannten positiven Wanderungssaldo. Das heißt, dass 2013  4.857 Menschen mehr nach Südtirol eingewandert als ausgewandert sind. Wie wir sehen, verändert sich unsere Gesellschaft schleichend. Dem müssen wir entgegenwirken, solange wir noch können", so die BürgerUnion.

Auch sei Südtirol vor der Landflucht nicht verschont geblieben und werde dies laut Pöder in Zukunft wohl noch mit aller Vehemenz zu spüren bekommen. "Die Ballungszentren wachsen, kleinere Dörfer sterben einen langsamen Tod. Auch hier müssen wir gegensteuern", mahnt Pöder.

Deshalb fordert die BürgerUnion ein Ressort nach Vorbild des Ministeriums für Soziales,  Arbeit, Gesundheit und  Demografie des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, welches die Aufgabe  hat "den demografischen Wandel so weit wie noch möglich beeinflussen".

Von: ©lu

Bezirk: Bozen