Bürgerunion will Gewässerschutzplan ändern

BürgerUnion: “Gewässerschutzplan ist für die Fisch”

Mittwoch, 15. Juli 2015 | 20:37 Uhr

Bozen – Als Sieg für die Energielobby und Niederlage für die Natur wertet die BürgerUnion den von der Landesregierung verabschiedeten Gewässerschutzplan.

"Wie zu befürchten war, hat sich der Plan in eine Richtung entwickelt, die es zu verhindern galt. Südtirols Gewässer dürfen weiterhin ruiniert und ausgebeutet werden, nur die Formulierungen haben sich geändert. So gesehen ist der Plan sprichwörtlich für die Fisch, auch wenn er sich in Wirklichkeit gegen sie richtet", schreibt das Leitungsmitglied der BürgerUnion, Dietmar Zwerger in einer Aussendung.
Die Landesregierung ist laut BürgerUnion vor der Energielobby eingeknickt und den großen Worten sind, wie man es von Kompatschers Kaos-Klub gewohnt sei, kleine Taten gefolgt.

"Von den ursprünglich geplanten 386 geschützten Gewässern sind lediglich 213 übriggeblieben. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass anstatt der angekündigten 34 Gewässer nun 207 Energie-wirtschaftlich genutzt werden dürfen. Was das für die Gewässer und deren Fauna bedeutet, hat uns die Energielobby in den letzten Jahren mit den zahlreichen Fischsterben landauf landab bewießen", schreibt Zwerger, selbst passionierter Fischer und somit Kenner der Südtiroler Gewässer als Lebensraum weiter.

Die umständlichen Formulierungen und Einteilung der Gewässer in drei nutzbare Kategorien wertet die BürgerUnion als inhaltslose Augenauswischerei. "Man kann ein Gewässer einstufen wie man will, wenn die Staubecken geleert werden, verendet alles Leben. Gerade diese Staubeckenleerungen sind ein weiterer Punkt, den wir neben den Uferschutzstreifen im Gewässerschutzplan, einem auf die Energielobby zugeschnittenen Gesetz, vermissen. Wir werden in den nächsten Tagen den Gewässerschutzplan eingehend analysieren und versuchen, mittels Änderungsanträgen das Schlimmste zu vermeiden", schließt Zwerger die Aussendung der BürgerUnion.

Von: ©ka