Imageschaden wegen "Privat-Deal"

Carabiniere zu Geldstrafe verurteilt

Donnerstag, 25. Juni 2015 | 15:27 Uhr

Bozen – 2010 war am Bozner Landesgericht ein Carabiniere zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, einem Pkw-Fahrer das Angebot unterbreitet zu haben, auf den Führerscheinentzug zu verzichten, falls er 400 Euro erhält.

Der Beamte wollte nämlich in dem Autofahrer jenen Mann erkannt haben, der einige Tage zuvor bei einem Überholmanöver die Felge seines Privatautos beschädigt hatte.

Zwar kam es letztendlich nicht zur Zahlung der 400 Euro. Doch für das Gericht war die Straftat bereits mit der Zusage des Lenkers, bezahlen zu wollen, gegeben, wie stol.it exklusiv berichtet. Mittlerweile ist das Urteil rechtskräftig.

Der Exekutivbeamte, der seinen Dienst heute im Piemont verrichtet, muss jetzt auch für den Imageschaden aufkommen und dem Verteidigungsministerium 800 Euro überweisen. Dies entschied der Rechnungshof: Von einem 28-Jährigen in Uniform müsse man nämlich erwarten können, dass er verstehe, dass ein Privat-Deal im Dienst nicht korrekt sei.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen