Die Behörden haben das Josefsheim geräumt und versiegelt

CasaPound musste weichen

Freitag, 03. Juli 2015 | 08:32 Uhr

Bozen – Die Besetzung des „Josefsheim“ in Haslach durch die CasaPound dauerte nur wenige Stunden.

Die verständigten Ordnungshüter haben Medienberichten zufolge die seit Jahren leerstehende Struktur geräumt.

Türen und Fenster wurden versiegelt.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (2.7.2015)

Anhänger der rechtsextremen Bewegung CasaPound sind am Mittwoch in das ehemalige Lehrlingsheim „Josefsheim“ im Bozner Stadtviertel Haslach eingedrungen und haben es besetzt.

Das baufällige Gebäude gehört dem Wohnbauinstitut. Nach dem Bekanntwerden der Aktion hat das WOBI umgehend Anzeige erstattet.

Es handelt sich dabei um die erste illegale Hausbesetzung in Bozen. Die Anhänger von CasaPound wollen das Haus laut Medienberichten sanieren und dann den Anrainer zur Verfügung stellen.

Zudem fordern sie, dass das WOBI und die Landesverwaltung dort Sozialwohnungen bauen sollen, um sie den Boznern zur Verfügung zu stellen.

Jetzt befassen sich die Carabinieri mit dem Fall. WOBI-Präsident Heiner Schweigkofler meint, dass die Aktion von der CasaPound nur der Aufmerksamkeit wegen gemacht werde.

Zudem teilt er mit, dass es für das Gelände bereits ein genehmigtes Projekt gibt. Im kommenden Jahr sollen dort 55 kleine Sozialwohnungen gebaut werden.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen