Kritik der Freiheitlichen

Chaos in Außenstellen der Südtiroler Hochschülerschaft

Freitag, 04. September 2015 | 09:10 Uhr

Bozen – Der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker und der freiheitliche Studentensprecher Michael Demanega fordern auch für Südtirol eine Hochschulvertretung nach österreichischem Vorbild.

Bemängelt wird vor allem, dass die SH „links-grüne“ Gesellschaftspolitik betreibe. Stattdessen solle Hochschulpolitik im Mittelpunkt stehen. „Die Südtiroler Hochschülerschaft bezeichnet es als höchst fahrlässig, Studenten in Bezug auf Studienrichtungen und Arbeitsmarktchancen gezielt zu beraten. Dem stehen Förderprogramme der Südtiroler Landesregierung diametral entgegen, etwa das zuletzt verlängerte ‚Jahresprogramm für Forschung und Entwicklung‘, das eine Verbesserung von Ausbildung und Beratung fordert und Förderprogramme für technisch-wissenschaftliche Disziplinen vorsieht, sowie die Anregungen der Wirtschaftsverbände und des Arbeitsförderungsinstitut AFI. Südtirols Studenten werden folglich einseitig beraten und um ihre Chancen betrogen“, erklären die Freiheitlichen.

Zudem kritisieren die Freiheitlichen die „katastrophalen Zustände“ in den Außenstellen der Südtiroler Hochschülerschaft – und das, „obwohl die Südtiroler Hochschülerschaft alleine im Jahr 2014 mit öffentlichen Beiträgen im Ausmaß von rund 324.288 Euro ausgestattet wurde“. Die Außenstellen würden eher an Trümmer-WGs und nicht an attraktive Informationseinrichtungen.

Die Vertreter der Südtiroler Hochschülerschaft weisen diese Kritik zurück, die SH sei ein Verein, wo alle politischen Meinungen Platz hätten. Die Kritik der Freiheitlichen komme alle Jahre wieder.

Außerdem würden die Beratungen für Studenten laut Statistik Jahr für Jahr zunehmen, was darauf hindeute, dass die Studenten mit der Studienberatung zufrieden seien. Dies gelte auch für freiheitliche Studenten.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen