Freiheitliche warnen vor „verbaler und materielle Aufrüstung“

“Die Waffen nieder!”

Donnerstag, 18. Juni 2015 | 17:07 Uhr

Bozen – Stehen wir vor einem Krieg? Diese Sorge äußert der freiheitliche Landtagabgeordnete Pius Leitner, der die „verbale und materielle Aufrüstung“ beobachtet, die der Westen gegenüber Russland betreibt.

„Wenn es stimmt, dass die große Koalition aus CDU, CSU und SPD in Deutschland den Parlamentsvorbehalt bezüglich von Auslandseinsätzen der Bundeswehr relativieren oder gar aushebeln will, dann verspricht das nichts Gutes. Anstatt den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zu entschärfen, blasen NATO und USA ins Feuer – und ziehen die Bündnispartner mit hinein. Das hatten wir schon Ende der Neunzigerjahre auf dem Balkan, als sich sogar die Grünen in Deutschland vom Kriegstreiber jenseits des Atlantiks überzeugen ließen, die Demokratie ‚herbeizubomben‘. Das Völkerrecht wurde nach dem Zweiten Weltkrieg immer wieder gebeugt und stets waren auch europäische Staaten mit dabei. Von wegen ‚nie wieder Krieg!‘“, kritisieren die Freiheitlichen.
 
Man müsse kein „Putinversteher“ sein, aber das Hirn sollte man sich von den Predigern der „Wertegemeinschaft“ nicht abschalten lassen, erklärt Leitner. Deren Schlagwörter hätten nicht selten eine andere Bedeutung. „Man sagt Menschenrechte und meint Schürfrechte, aus bezahlten Söldnern werden Freiheitskämpfer, zivile Opfer umschreibt man mit Kollateralschäden, die Einkreisung Russlands wird als NATO-Erweiterung verkauft und als Demokratie gilt eine von den USA beherrschte Gesellschaft. Reicht Europa nicht bis zum Ural? Wann wird Europa erwachsen und selbständig? Die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner würde uns wohl nur eines raten: die Waffen nieder!“, erklärt Leitner abschließend.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen