Was ist auf der MeBo los?

Drei Geisterfahrer in einem Monat

Sonntag, 28. Juni 2015 | 10:31 Uhr

Bozen/Meran – Auf der Schnellstraße Meran-Bozen waren in nur einem Monat gleich drei Geisterfahrer unterwegs. Die Sonntagszeitung „Zett“ hat nachgefragt, wie das zu erklären ist, und ist dabei bei der Straßenpolizei auf eine interessante Antwort gestoßen.

Alkohol, Alter und Ablenkung

Demzufolge wären die drei „A“ dafür verantwortlich, dass Menschen immer wieder zu Geisterfahrern werden: Alkohol, Alter oder Ablenkung sind in den meisten Fällen von Geisterfahrten als Ursache mit im Spiel.

Auch Drogen oder Medikamente spielen eine Rolle

Doch wie Giancarlo Conte, der Leiter der Straßenpolizei in Südtirol, erklärt, sind Autofahrer auch infolge der Einnahme von Drogen oder von Medikamenten nicht mehr Herr der Lage.

MeBo gut beschildert

Dass bauliche Mängel eine Ursache für die Geisterfahrten auf der MeBo sind, glaubt der Straßendienst nicht. Die Beschilderung sei klar und deutlich. Zudem gebe es an jeder Ein- und Ausfahrt Blinkanlagen, die Autofahrer vor dem Falsch-Einfahren warnen und auch eine SMS an den Straßendienst schicken.

2013 wurden 17 Geisterfahrer registriert

Laut dem Bozner Regierungskommissariat waren im Jahr 2013 insgesamt 17 Geisterfahrer in Südtirol unterwegs. Laut der Sonntagszeitung „Zett“ ist das gar nicht so wenig, wenn man bedenkt, dass nur 150 Kilometer Straße für Geisterfahrten in Südtirol infrage kommen.

Saftige Strafen

Wer tatsächlich mal auf die falsche Spur gerät, dem droht eine gepfefferte Strafe. Die Straßenverkehrsordnung sieht nämlich in diesem Fall vor, dass das Auto für drei Monate beschlagnahmt wird. Außerdem droht dem Geisterfahrer eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro sowie der Entzug des Führerscheins für mindestens zwei Jahre.

Kommt es infolge der Geisterfahrt zu einem Unfall, werden die Strafen noch drakonischer.

Was sind ihrer Ansicht nach die Ursachen für Geisterfahrten? Teilen Sie uns ihre Meinung mit!

Von: ©lu

Bezirk: Bozen