Für das Kind kam jede Hilfe zu spät

Dreijähriger tot durch Ertrinken – Ermittlungen

Dienstag, 21. Juli 2015 | 09:30 Uhr

Bozen – Gegen 14.00 Uhr wurde die Wasserrettung der Berufsfeuerwehr Bozen zu einem Einsatz gerufen.

Der dreijährige Bub Hadid Raza war angeblich nahe der Loretobrücke in der Nähe des Parks der Religionen in den Eisack gestürzt und war daraufhin nicht mehr auffindbar. Sofort wurde Alarm ausgelöst.

In einem gemeinsam koordinierten und durchgeführten Einsatz aller vor Ort gerufenen Einsatzorganisationen wurde die Suche im Wasser durchgeführt. Nach einer intensiven Suche konnte das kleine Kind gesichtet und anschließend geborgen werden. Der Dreijährige trug schwere Verletzungen davon, denen er tragischerweise nach seiner Bergung kurz darauf erlegen ist. Sämtliche Wiederbelebungsversuche schlugen fehl.

Neben der Berufsfeuerwehr von Bozen standen folgende Organisationen im Einsatz: Die Freiwilligen Feuerwehren von Bozen, Pfatten, Leifers und Branzoll, die Taucher der Freiwilligen Feuerwehren, die Notfallseelsorge, die Quästur, die Stadtpolizei und der Rettungshubschrauber des Aiut Alpin.

Unterdessen laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nach dem tragischen Unglück auf Hochtouren.

Die pakistanischen Eltern haben Medienberichten zufolge erklärt, dass sich das Kind allein aus der Wohnung in der Trientstraße zum nahegelegenen Park der Religionen begeben habe, um dort zu spielen. Die Familie sei dort öfter mit ihren beiden Kindern hingegangen. Vermutlich hat das Kind in einem Moment der Unachtsamkeit allein die Wohnung verlassen.

Das Kind dürfte sich vom Wasser angezogen gefühlt haben. Womöglich ist es am Uferrand ausgerutscht und in den Fluss gestürzt.

Der Eisack ist in diesem Abschnitt rund 80 Zentimeter tief und fließt mit einer Geschwindigkeit von sechs bis acht Stundenkilometern. Die Staatsanwaltschaft schließt eine Mitschuld der Eltern aus.

Von: ©mk/ka

Bezirk: Bozen