Rochade im Gesundheitswesen

Ein nicht ganz freiwilliger Wechsel

Dienstag, 09. Juni 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – An der Spitze der einer Landesabteilung gibt es nicht viele Frauen. Laut dem Tagblatt Dolomiten könnte es bald noch eine weniger sein.

Die Direktorin der Abteilung Gesundheitswesen, Irmgard Prader, wechselt zur Prüfstelle. Wie im Fall Waltraud Kofler Engl wohl auch nicht ganz freiwillig.

Prader – ehemalige Marketingexpertin der Firma Technoalpin – wurde vor fünf Jahren von Landesrat Hans Berger zur Leiterin der Abteilung Tourismus gemacht.

Im Jänner 2013 stellte sie Landesrat Richard Theiner als neue Leiterin der Abteilung Gesundheitswesen vor, die seit Jänner 2014 Landesrätin Martha Stocker unterstellt ist. Nun steht der nächste Wechsel an.

„Die Landesregierung hat vor zwei Wochen die Ernennung von Frau Prader zum Mitglied der Prüfstelle beschlossen, welche die Gebarung der Landesverwaltung kontrolliert“, sagt Stockers Ressortchef Thomas Mathà gegenüber den „Dolomiten“.

Laut Stocker wird sie wegen ihrer „ökonomischen Kompetenz“ zur Prüfstelle berufen.

Doch offenbar erfolgt die Rochade nicht ganz freiwillig. In Stockers Ressort ist die Rede von einem angespannten Verhältnis mit der Landesrätin und einigen Amtsdirektoren und davon, dass Prader nicht geht, sondern „gegangen wird“.

Irmgard Prader machte dazu keine Stellungnahme. Nur so viel: Sie gehöre wohl auch zum „großen Reinemachen“ und verweist auf den Abgang von Generaldirektor Andreas Fabi und den Wechsel von Ressortchef Thomas Mathà.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen