Hotel von Bundeskanzlerin Merkel blieb verschont

Einbruchsserie schreckt Sulden auf

Dienstag, 28. Juli 2015 | 15:25 Uhr

Sulden – In der Nacht auf Montag haben Einbrecher Sulden heimgesucht. Gleich in sechs Hotels drangen die ungebetenen Gäste ein. Auch im Büro der Seilbahngesellschaft suchten sie nach Wertvollem.

Zwar ist die Beute, die die unbekannten Täter vorfanden gering, doch der Sachschaden soll enorm sein.

Die Sicherheitskräfte wollen nun das Videomaterial der Überwachungskameras auswerten, um den Einbrechern auf die Spur zu kommen. 

Bundeskanzlerin Merkel wurde nicht von Einbrechern geweckt

Das Hotel „Marlet“, in dem seit gestern Abend die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel logiert, blieb von den Langfingern verschont, berichtet stol.it.

Vermutlich deshalb, weil es abgeschieden liegt und wegen des hohen Gastes gut abgesichert ist. Derzeit kommt man dort nur bis zum Parkplatz.

Die Diebe kamen gegen Mitternacht

Weniger Glück hatte das Hotel „Eller, die Pension „Montana“, das Hotel „Lärchenhof“,die Garni „Olympia“, das „Parc Hotel Sulden“ samt Hartmanns Weinstube, das Hotel „Alpenhof“ und die Seilbahn Sulden.

Die Diebe kamen gegen Mitternacht und verursachten insgesamt mehr Sachschaden, als sie Beute vorfanden. Meist haben sie nur einige Scheine und Wechselgeld mitgenommen.

Ermittlungen laufen

Die Ermittlungen der Carabinieri von Prad laufen auf Hochtouren. Zeugen, die Ungewöhnliches bemerkt haben, gibt es keine. Deshalb konzentrieren sich die Ermittler auf die Auswertung der Videoaufzeichnungen.

FH: "Kriminelle machen keine Ferien"

Der Freiheitliche Landesparteiobmann Blaas und Generalsekretär Auer sehen sich bestätigt, "dass Südtirol ein Sicherheitsproblem hat. Schon von Anfang an war der Sicherheitsgipfel nur zur Beschwichtigung der herrschenden Probleme rund um die Einbrüche und Gewalttaten angesetzt."

„Nicht nur das Urlaubsdomizil der Bundeskanzlerin ist betroffen, sondern zahlreiche Wohnungen im ganzen Land“, hält der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas einleitend fest. „Einbrüche und Gewalttaten, wie jüngst wiederum auf der Talferpromenade in Bozen halten an und es ist keine Besserung in Sicht. Sicherheitsgipfel allein genügen nicht, um dem Problem effektiv zu begegnen“, untermauert Blaas.

„Besonders die Bürgermeister unserer Gemeinden stehen in der Pflicht, sich verstärkt um die Sicherheit unserer Bürger zu kümmern. Jene, die dieses Thema ignorieren oder verharmlosen leben an der Realität vorbei und haben kein Gefühl für die berechtigten Sorgen der Bürger“, hält der Generalsekretär fest. Auch mit Blick auf die Heimatgemeinde Gais, wo der Freiheitliche Vorschlag eines Sicherheitskonzepts von der SVP-Mehrheit abgelehnt wurde, übt der Gemeinderat und Generalsekretär Auer Kritik.

„Südtirol hat ein Sicherheitsproblem und das macht auch im Sommer keine Ferien“, so Auer abschließend.

Von: ©lu

Bezirk: Vinschgau