Unterstützung von "Formez PA"

ESF: Blockierte Projekte sollen bearbeitet werden

Dienstag, 14. Juli 2015 | 14:17 Uhr

Bozen – Um die blockierten Projekte der ESF-Programmperiode 2007-13 zu einem Abschluss zu bringen und die Periode 2014-20 bestmöglich einzuleiten, arbeitet das Land mit dem Dienstleistungs- und Forschungszentrum zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung "Formez PA" zusammen, einer Einrichtung des Ministerratspräsidiums. Heute genehmigte die Landesregierung den Vereinbarungsentwurf.

In Sachen ESF will die Landesregierung so rasch wie möglich reinen Tisch machen. Blockierte Projekte sollen bearbeitet und zu seinem Abschluss gebracht werden. Dazu holt sich das Land kompetente Unterstützung, und zwar von der Vereinigung Formez PA, dem Zentrum für Dienstleistung, Assistenz, Studien und Weiterbildung für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung. Bereits im April war das Land der Vereinigung beigetreten und hatte damit die Voraussetzungen geschaffen, um eine Unterstützung für die Tätigkeiten im Rahmen der Operationellen Programme der Europäischen Struktur- und Investmentfonds (ESI-Fonds) der Programmplanung 2007-13 und 2014-20 in Anspruch zu nehmen.

Heute nun hat die Landesregierung auf Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher den Vereinbarungstext genehmigt, so dass der Vertrag in Kürze unterzeichnet werden kann. Das Land wird demnach verschiedene unterstützende Dienstleistungen zur Umsetzung der Operationellen Programme der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds nutzen. "Die Zusammenarbeit mit Formez PA ist angesichts der besonderen Situation, in der sich das ESF-Amt des Landes befindet, von strategischer Bedeutung", so der Landeshauptmann. Die Laufzeit der Vereinbarung geht bis Ende März 2016.

Formez PA ist ein auf gesamtstaatlicher Ebene tätiger Verein. Es handelt sich dabei um eine Inhouse-Gesellschaft des Ministerratspräsidiums (Abteilung Öffentliche Funktion). Mitglieder sind öffentliche Verwaltungen: italienische Regionen, Provinzen und Gemeinden.

ESF-Programm 2014-20: Grünes Licht aus Brüssel

Die Europäische Kommission hat das Operationelle Programm des ESF 2014-20 genehmigt. Darüber hat heute Landeshauptmann Arno Kompatscher die Landesregierung informiert. "Wir waren überdurchschnittlich schnell", so der Landeshauptmann.

Das Land Südtirol war angesichts der Altlasten bei der Inanspruchnahme des Europäischen Sozialfonds ESF im Rückstand. "Was die neue Programmperiode angeht, sind wir nun überdurchschnittlich schnell", erklärte heute Landeshauptmann Kompatscher. Die Bemühungen der letzten Monate zeigten Früchte. Man könne nun in die operative Phase starten und noch in diesem Jahr mit den Ausschreibungen beginnen, so der Landeshauptmann.

Das ESF-Programm "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" ist für den Zeitraum 2014-2020 mit insgesamt 136 Millionen Euro ausgestattet. Ziele des ESF-Programms sind die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes und der sozialen Eingliederung sowie die Vollbeschäftigung.

Über den ESF werden verschiedene Interventionsachsen gefördert. Diese zielen besonders darauf ab, den Menschen neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Über die erste Interventionsachse laufen Projekte, mit denen die Beschäftigung und die Mobilität der Arbeitskräfte verbessert werden. Es geht dabei um den Zugang vor allem junger Menschen, aber auch Arbeitsloser, zum Arbeitsmarkt, um die Gleichstellung von Mann und Frau sowie darum, Nachfrage und Angebot am Arbeitsmarkt in Einklang zu bringen. Darüber hinaus werden Unternehmergeist und Unternehmensgründungen gefördert.

Über die zweite Achse werden Projekte zur Integration von Randgruppen sowie gegen Diskriminierung und Armut gefördert. Die dritte Achse ist auf die Förderung von Bildung, Ausbildung und Berufsbildung sowie des lebenslangen Lernens ausgerichtet. Dabei geht es um Maßnahmen gegen einen vorzeitigen Schulabbruch, für einen gleichwertigen Zugang zu Bildungschancen und eine bessere Abstimmung von Bildung und Ausbildung auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts. Und schließlich wird über vierte Achse die Effizienz von öffentlichen Verwaltungen gefördert.

Der scheidende Direktor der Landesabteilung Europa, Graziano Molon, und der Verantwortliche der ESF-Verwaltungsbehörde, Claudio Spadon, sprechen von einem klaren und starken Signal aus Brüssel: "Gemeinsam ist es gelungen, das Genehmigungsverfahren maßgeblich zu verkürzen. Wir hoffen nun auf einen Neustart, damit der ESF in Südtirol wieder zu einem Motor für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes wird."

Weitere Informationen:
http://www.provinz.bz.it/europa/de/eu-foerderung/europaeischer-sozialfonds-esf.asp

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen