Laut Verteidigung gibt es keine Indizien für Schuld

Ester Quici könnte in den Hausarrest überstellt werden

Montag, 13. April 2015 | 10:02 Uhr

Bozen – Wie die Verteidiger von Ester Quici am Freitag vor Gericht anführten, gebe es keine schwerwiegenden Indizien dafür, dass die 34-Jährige ihren Lebensgefährten Alessandro Heuschreck getötet habe.

Beniamino Migliucci und Enrico Lofoco legten dem Gericht gestern eine erste Einschätzung ihres Gutachters Domenico De Leo vor. Dieser kam zum Schluss, dass die Wunden an Heuschrecks Körper nicht auf Mord hindeuten würden. Alle zwölf Wunden seien nicht tief und gleichen eher Schnitt- als Stichwunden.

Zudem würden die Wunden laut Gutachter De Leo auch nicht auf eine Selbstmordabsicht hindeuten, sondern darauf, dass sich Heuschreck verletzten wollte.

Dass Ester Quici nach dem Vorfall den Ermittlern fünf verschiedene Versionen des Ablaufs unterbreitete, sei kein Beweis für Mord, so die Verteidiger der 34-Jährigen.

Gestern machten die Gutachter in der Wohnung einen Lokalaugenschein.

Laut der Tageszeitung Alto Adige wird das Freiheitsgericht am heutigen Montag entscheiden, ob Quici in den Hausarrest entlassen wird.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen