„Kann Psenner auch sein künftiges Amt als EURAC-Präsident stemmen?“

Euregionale Ämterhäufung? – Grüne fragen nach

Freitag, 26. Juni 2015 | 16:34 Uhr

Bozen – Nach dem pensionsbedingten Abgang des verdienten Gründungspräsidenten der EURAC, Werner Stuflesser, der ihr seit 23 Jahren vorstand, wird der EURAC-Verwaltungsrat Anfang Juli Prof. Roland Psenner, Vizerektor für Lehre und Studium, auf Wunsch des Landeshauptmanns zum künftigen EURAC-Präsidenten ernennen.

„Auf den ersten Blick eine gute Wahl, kennt doch Prof. Psenner, gebürtiger Südtiroler, die hiesige Situation seit Langem, ist durch wichtige Forschungsprojekte im Lande vernetzt und hat als Naturwissenschaftler ein gutes Verständnis für EURAC-Kernthemen“, erklären die grünen Landtagsabgeordneten Hans Heiss, Brigitte Foppa und Riccardo dello Sbarba in einer Aussendung.

Dennoch stelle sich Grünen die Frage, ob ein Vizerektor der Universität Innsbruck mit 30.000 Studierenden, dessen Aufgabenbereich intensiven Einsatz verlangt, auch in der Lage ist, die fordernde Aufgabe eines EURAC-Präsidenten mit jenem Einsatz wahrzunehmen, die das Amt verlangt. „Auch wenn die Präsidentschaft keine operativen Aufgaben erfordert, so sind für die 400-Mitarbeiter-Institution EURAC mit 43 Mio. € Umsatz doch hohe Arbeitsleistung und persönliche Präsenz erforderlich, wie die Beispiele anderer, vom Land kontrollierter Körperschaften SMG, Messe Bozen u. a. m. beweisen“, so die Grünen.

Sie stellen im Rahmen einer Landtagsanfrage folgende Fragen an die Landesregierung: „Ist mit dem Kandidaten erörtert worden, wie er seine Doppelfunktion meistern will, ohne eines der beiden Mandate oder beide zu vernachlässigen? Wie lange wird Vizerektor Psenner noch in seiner Innsbrucker Funktion tätig sein? Wie hoch liegt die Vergütung des EURAC-Präsidenten?“

Von: ©mk

Bezirk: Bozen