Kritik von der BürgerUnion

“Europaregion Tirol beleben statt feiern”

Sonntag, 20. September 2015 | 17:01 Uhr

Bozen – Sehr kritisch äußert sich die BürgerUnion zum Fest der Europaregion in Hall in Tirol, „bei welchem die Landeshauptleute wieder in ihre Tiroler Sonntagsreden verfallen, während sie unter der Woche die Europaregion Tirol gerne vergessen.“

„Die Europaregion Tirol wird am Wochenende aus der Schublade geholt und am Montag wieder in die Kommode gesperrt. Es fehlt der Mut, die Europaregion zu beleben und sie als Ausweg aus der Trennung Tirols zu verwirklichen. Stattdessen wird sie bei Festen gelobt und beschworen, bis sie am Montag wieder in der Versenkung verschwindet. Willkommen beim suafen und fressen- im Alltag vergessen; so könnte man das Schicksal der Europaregion Tirol beschreiben“, schreibt der Sprecher Europaregion Tirol, Dietmar Zwerger in einer Aussendung der BürgerUnion.

Konkrete Beispiele gebe es laut Zwerger im Alltag genug. „Gerade letzte Woche haben wir im Südtiroler Landtag einen Beschlussantrag zum sektoralen Fahrverbot im Bundesland Tirol durchgebracht. Nötig wurde unser Einsatz durch ein geplantes Fahrverbot in Tirol, von welchem die Tiroler, jedoch nicht die Südtiroler Frächter ausgenommen sein werden. In einer gelebten Europaregion dürfte es zu solchen strikten Trennungen der Wirtschaftsräume erst gar nicht kommen. Die Europaregion muss zusammenwachsen, im kulturellen, politischen und auch im wirtschaftlichen,“ so die BürgerUnion weiter.

Die SVP missbrauche die Europaregion in ihrer momentanen Form als Festanlassgeber und als volkstumspolitisches Feigenblatt, während sie gleichzeitig gegen jede Form von Freiheit für Südtirol und echter Tiroler Landeseinheit arbeite. „Die SVP paktelt lieber mit Rom als mit Innsbruck und feiert eine inhaltsleere Schachtel namens EVTZ.  Wir hingegen wollen eine echte, eine unabhängige, eine Freie Europaregion Tirol, frei vom römischen und österreichischen Würgegriff. Und diese Forderung stellen wir nicht nur auf Feiern,“ schließt Zwerger die Aussendung der BürgerUnion.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen