Ziel der Aktionsgruppe ist es, Intermodalität und Interoperabilität der Personen- und Güterbeförderung voranzubringen

EUSALP-Aktionsgruppe 4 Mobilität tagt in Bozen

Dienstag, 28. Juni 2016 | 19:32 Uhr

Bozen – Die nachhaltige Entwicklung der Mobilität im Alpenraum stand heute im Landhaus 1 in Bozen im Mittelpunkt des zweiten Treffen der EUSALP-Aktionsgruppe Mobilität.

Über die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ist Südtirol an der Leitung der Aktionsgruppe 4 Mobilität der makroregionalen Strategie für den Alpenraum EUSALP beteiligt. Heute (28. Juni) sind die 25 Mitglieder der Aktionsgruppe aus 22 Alpenländern im Landhaus 1 in Bozen zu ihrem zweiten Treffen zusammengekommen. Aufgabe und Ziel der Aktionsgruppe ist es, Intermodalität und Interoperabilität der Personen- und Güterbeförderung voranzubringen.

Für eine gemeinsame Strategie sprach sich zum Arbeitsauftakt Landeshauptmann Arno Kompatscher aus. Ein Schulterschluss der Staaten und Länder des Alpenraums ermögliche eine optimale Interessensvertretung, damit Mobilität nachhaltig entwickelt, Peripherien angebunden und die notwenigen Verkehrsangebote geschaffen werden könnten. 

Es gelte, erklärte Landeshauptmann Kompatscher, Mobilität mit Rücksicht auf Umwelt und Lebensräume zu fördern, wofür eine enge Zusammenarbeit aller Ebenen notwendig sei, von der europäischen über die nationale und regionale bis hin zur grenzüberschreitenden. Durch den gemeinsamen Einsatz aller Regionen des Alpenbogens sei es möglich, besonders auch gegenüber der EU Verständnis und Gehör für die besonderen Probleme dieses Lebensraums zu schaffen.

Aufbauend auf das erste Treffen im vergangenen Jahr wurden beim heutigen Treffen drei wichtige Themenbereiche in Angriff genommen, die von den Mitgliedern der Aktionsgruppe im März 2016 ausgewählt worden waren, nämlich die Ausgestaltung der Maut und die Verkehrsverlagerung unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Umwelt, die Verknüpfung untergeordnete Verkehrsnetze einschließlich der Radwege sowie die Organisation des öffentlichen Verkehr unter Berücksichtigung der grenzüberschreitenden Aspekte und der Tarife. Zum letzten Punkt legte heute die stellvertretende Leiterin der Landesabteilung Mobilität, Carmen Springer, ein Dokument vor. 

"Der Ausbau der öffentlichen Mobilität in der EUSALP ist in erster Linie auch ein Umweltprojekt, denn es entlastet den Verkehr, schützt die Natur, erhöht die Lebensqualität der Bürger und ist auch in sozialer Hinsicht ein Bindeglied zwischen den Kulturen", sagte Mobilitätslandesrat Florian Mussner, der heute ebenfalls die Arbeiten der Aktionsgruppe begleitete. "Unser Zukunftswunsch ist es, mit einem einzigen Ticket alle öffentlichen Verkehrsmittel der EUSALP-Länder benützen zu können", so Landesrat Mussner. Mit dem Erfolgskonzept des Südtirol Passes, der grenzüberschreitenden Verbindungen in die Nachbarregionen Tirol, Trentino, Schweiz und Belluno konnten schon wichtige Meilensteine erreicht werden, die es nun in Zusammenarbeit mit der EUSALP auszubauen gelte, so Landesrat Mussner.

Von: ©lpa