Rechnungshof verlangt Schadensersatz

Ex-Grenzpolizei-Chef De Paola muss zahlen

Donnerstag, 25. Juni 2015 | 18:43 Uhr

Bozen – Der frühere Grenzpolizeichef Leonardo de Paola muss laut einem Urteil des Rechnungshofes 9.500 Euro ans Innenministerium zahlen, berichtet stol.it. Dies entsprach in etwa den Forderungen der Staatsanwaltschaft.

Der Staatsanwalt am Rechnungshof, Robert Schülmers, verlangte laut Medienberichten vom Ex-Grenzpolizei-Chef Leonardo De Paola 10.000 Euro Schadenersatz. 2000 Euro soll De Poala für die private Nutzung des Dienstwagens und 8000 Euro für unrechtmäßig bezogenes Entgelt zahlen.

De Paola, der inzwischen in Rente ist, war in einem Strafverfahren Betrug bzw. Amtsunterschlagung vorgeworfen worden, weil er laut Anklage den Dienstwagen samt Fahrer für private Zwecke benutzt, private Ausgaben verrechnet und unrechtmäßiges Überstundenentgelt gefordert habe.

Er wurde vom Kassationsgericht rechtskräftig verurteilt. Im Jahr 2013 war De Paola in der ersten Instanz zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Neben der ersten Schadensersatzforderung des Rechnungshofs droht dem Mann dem Mann eine zweite wegen des verursachten Imageschadens. Auch dafür ist der Rechnungshof zuständig.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen