Großübung der Südtiroler Wasserrettung

Falls es ernst wird: Kajak-Fahrer erfolgreich gerettet

Samstag, 13. Juni 2015 | 17:15 Uhr

St. Lorenzen – Die heurige Großübung der Südtiroler Wasserrettung fand am Stausee Kniepass sowie im reißenden Gewässer der Gader statt. Die Zusammenarbeit mit den anderen Rettungsorganisationen stand neben der Rettung der Opfer im Vordergrund.

„Mehrere Kajak-Fahrer sind in der Gader verunglückt“ – Mit diesem Funkspruch begann pünktlich um 8.30 Uhr die heurige Großübung der Südtiroler Wasserrettung. Sofort rückten die Gruppen von Bruneck, Bozen, Meran und Brixen aus, um die Verunglückten aus ihrer misslichen Lage zu befreien und erstzuversorgen.

Unterstützt wurden die Wasserretter von der Feuerwehr Montal, der Bergrettung Südtirol, der Bergrettung der Finanzwache, dem Weißen Kreuz, dem Hilfszug des Weißen Kreuzes und den Ordnungshütern. Als Opfer stellten sich Vertreter der Wasserrettung Lienz zur Verfügung. Im steilen Gelände am Ufer der Gader war es unerlässlich mit einem ausklügelten Seilsystem die Bergung der Verletzten vorzunehmen.

Neben der starken Strömung der Gader war dies eine große Herausforderung für die Rettungsteams. Durch eine konzentrierte und professionelle Arbeitsweise konnten die drei Verletzten rasch geborgen und den Helfern des Weißen Kreuz für den Abtransport übergeben werden.

Während der Bergungsarbeiten bekamen die Helfer mitgeteilt, dass eine Person im Wasser treibend in der Nähe des Stausees Kniepass gesichtet worden war. Sofort machte sich eine Tauchergruppe auf den Weg, unterstützt von den Feuerwehren St. Lorenzen und Welsberg mit ihren Arbeitsbooten, um die Lage am Stausee zu erkunden.

Die schlechte Sicht im Staubecken erschwerte die Arbeit der Taucher ungemein. Nichtsdestotrotz konnte der leblose Körper des Kajak-Fahrer, der durch den Einsatz einer vorher versenkten Puppe simuliert wurde, geborgen und ans Ufer gebracht werden.

„Solche Übungen sind wichtig um das in den wöchentlichen Gruppenübungen erlernte praktisch und als Gemeinschaft umzusetzen. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit den anderen Rettungsorganisationen verbessert und ausgebaut“, betont Karl Niedermair, der Präsident der Südtiroler Wasserrettung.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen, Pustertal