Blaas verteidigt verbriefte Rechte der Südtiroler

FH: Recht auf Gebrauch der Muttersprache fordern

Donnerstag, 24. September 2015 | 11:14 Uhr

Bozen – Das Dekret des Präsidenten der Republik vom 15. Juli 1988, Nr. 574, veröffentlicht am 8. Mai 1989, schützt den Gebrauch der Muttersprache. Sämtliche Teile der öffentlichen Verwaltung, der Justiz und der Polizeikräfte in Südtirol müssen sich an die Gleichstellung der Sprachen halten. Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas will dieses Recht für die Bevölkerung gewahrt wissen.
 
„Den Verweis auf das Dekret des Präsidenten der Republik vom 15. Juli 1988, Nr. 574, sollte sich jeder Bürger, der sich auf den Gebrauch der Muttersprache beruft, verinnerlichen“, empfiehlt der Freiheitliche Obmann und Abgeordnete zum Südtiroler Landtag einleitend. „Wir Südtiroler haben das verbriefte Recht die jeweilige Muttersprache im Verkehr mit den Organen und Ämtern der öffentlichen Verwaltung und Körperschaften, den Gerichten und Polizeibehörden zu verwenden. Jeder Südtiroler hat das Recht auf eine öffentliche Verwaltung zu treffen, die der Landessprachen mächtig ist“, unterstreicht Walter Blaas.
 
„Alle öffentlichen Einrichtungen, die ihren Sitz in der Provinz Bozen haben oder einer regionalen Zuständigkeit nachgehen, müssen dieser Verpflichtung nachkommen“, so der Freiheitliche Landesparteiobmann, „und deshalb sind Ausnahmen und Weigerungen ausgeschlossen. Eine gesellschaftliche Verankerung dieses Grundsatzes wäre eine Möglichkeit der Missachtung desselben vorzubeugen und die zustehenden Rechte einzufordern.“
 
Walter Blaas verweist abschließend auf eine Anfrage hinsichtlich der Unterstützung der Gemeindepolizei in Corvara durch Beamte aus dem Treviso. Er wollte vom zuständigen Landesrat Schuler wissen, ob in diesem Fall auch die Zweisprachigkeitspflicht eingehalten wurde und wie es mit den Kenntnissen der ladinischen Sprache aussieht. Bisher verweigerte Landesrat Schuler die Antwort.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen