15 Stellen seien für Südtirol vorgesehen

FH: Stell dir vor, es gibt Personalaufnahmen bei der Bahn und niemand erfährt es

Freitag, 11. September 2015 | 18:47 Uhr

Bozen – Der freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, erinnert in einer Aussendung daran, dass derzeit bei der Eisenbahn (RFI) ein Aufnahmeverfahren für Streckenarbeiter läuft. 15 Stellen seien für Südtirol vorgesehen.

„Es wundert und ärgert mich zugleich, dass die Mitglieder des Einvernehmungskomitees darüber nicht informiert wurden. Meine Informationen habe ich von Bahnangestellten erhalten. Offensichtlich erfolgen diese Anstellungen unter Missachtung der Autonomiebestimmungen. Es ist zwar der Zweisprachigkeitsnachweis B vorgeschrieben, aber über die Aufteilung der Stellen nach dem ethnischen Proporz herrscht Unklarheit" so der freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner.

"Dies gilt übrigens auch für jene 4 Stellen als Zugführer, die am 4. August bereits ihren Dienst angetreten sind, obwohl es im Komitee kein Einvernehmen gab. Auch die Zweisprachigkeit droht bei der Bahn immer öfter zu einem ‚Optional‘ zu werden. Das Anstellungsverfahren für die 15 Streckenarbeiter muss im Internet gesucht werden, wobei das entsprechende Portal alles andere als benutzerfreundlich ist. Interessierte Bürger können unter www.rfi.it „lavora con noi“ ein Ansuchen stellen und ein Curriculum ausfüllen. Zweisprachigkeit? Fehlanzeige", kritisiert Pius Leitner.

"Da für die Anstellung ein fünfjähriges Diplom in den Bereichen Mechanik, Elektrik, Elektrotechnik, Informatik, Telekommunikation oder ein Geometerdiplom vorgeschrieben ist, ist zu befürchten, dass sich der Ansturm der Bewerber in Südtirol in Grenzen halten wird. Die Landesregierung sollte unbedingt darauf drängen, dass Wettbewerbe und Anstellungen für Personal im Vorfeld besser abgeklärt und so veröffentlicht werden, dass sie auch wahrgenommen werden. Es schaut beinahe nach Strategie aus: wenn sich wenig Südtiroler melden, hat die Bahn – wie gehabt – freie Hand, das Personal auch von außerhalb des Landes zu rekrutieren – auf Kosten der Autonomiesäulen Proporz und Zweisprachigkeit und der Südtiroler Arbeitnehmer“, abschließend Leitner.

Von: ©ka