Mair fordert Kopftuchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen

FH: “SVP wird zur Ausländer-Partei”

Samstag, 11. April 2015 | 17:05 Uhr

Bozen – Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair fordert in einer Presseaussendung ein Kopftuch- und Verschleierungsverbot in allen öffentlichen Einrichtungen in Südtirol.

„Warum soll etwas, was zumindest zeitweise in relativ liberal geprägten muslimischen Staaten Gang und Gebe war, bei uns in Europa nicht auch gelten? Das Kopftuch ist ein offenes Zeichen der Islamisierung, der Unterdrückung der Frau unter einer mehr als fragwürdigen Gesellschaftsordnung, sowie ein Symbol, das kulturell und moralisch gesehen nichts in Europa verloren hat, weil es nicht mit unseren Werten und unserem Menschenbild vereinbar ist“, schreibt Mair.

„Wir werden als Freiheitliche den Südtiroler Landtag beauftragen, die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen bzw. in Rom anzuregen, damit Kopftuch und Schleier zumindest in öffentlichen Einrichtungen nichts verloren haben. Damit meine ich Bildungseinrichtungen, Schulen, Kindergärten, Ämter, Behörden und ganz klar auch Gemeinderäte. Es ist nahezu kaum zu glauben, dass die SVP bei diesen Gemeinderatswahlen sogar muslimische Kandidatinnen mit Schleier auf die Liste setzt. Wo bleibt ein Zeichen der Integration der Kandidatin, indem diese auf ihren Schleier verzichtet? Wo bleiben die Werte innerhalb der SVP? Was macht diese SVP nicht alles, um Wählerstimmen zu gewinnen? Kann man noch klarer den Linksruck innerhalb der SVP mit Achammer und Kompatscher verdeutlichen, sowie die totale Wertelosigkeit dieser politischen Klasse? Haben die SVP-Emanzen dazu nichts zu sagen, entspricht das ihrem fortschrittlichen Frauenbild“, fragt sich Mair.

Aus informellen Kreisen wisse man schon längst, dass die SVP mit dem Gedanken spiele, Tür und Tor für Einwanderer zu öffnen. In diesem Sinne sei diese Gemeinderatswahl ein „Testballon“, so Mair weiter.

Künftig werde man wohl in allen Südtiroler Gemeinden mit einem höheren Ausländeranteil, also Bozen, Leifers, Franzensfeste, Mühlbach, Salurn, gezielt auf Einwanderer setzen und auch die Politik dahingehend abändern. Das sollten die Wähler bei dieser Gemeinderatswahl wissen, dass jede Stimme für das Edelweiß eine Stimme für diese fragwürdige Entwicklung sei, schreibt Mair.

„Angesichts dessen darf sich Südtirol nicht wundern, wenn die SVP-Führung bei allen Problemen mit Einwanderern peinlich schweigt. Sie haben es längst auf neue Wählerschichten abgesehen und haben auch nicht mehr vor, eine Politik für die Einheimischen zu betreiben. Auf Südtirol wird einiges zukommen, sprich Gebetsräume, Forderungen nach Moscheen, Islamunterricht, Islamisierung und islamische Parallelgesellschaft. Kein Südtiroler kann behaupten, wir Freiheitlichen hätten nicht davor gewarnt und das zu einer Zeit, als man uns deshalb noch als „Hetzer“, „Spinner“ und „Rassisten“ beschimpft hat“, schließt Mair.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen