Er wurde in der zweiten Instanz wegen Betrugs verurteilt

Finanzplaner lässt Ersparnisse von Familie verschwinden

Donnerstag, 09. April 2015 | 10:21 Uhr

Bozen – Der 43-jährige Finanzplaner Salvatore Parisi, der aus Trapani stammt, aber seit geraumer Zeit bereits in Bozen ansässig ist, wurde auch im Berufungsverfahren zu zweieinhalb Jahren Haft wegen Betrugs verurteilt.

Bekannte sollen ihm Geld anvertraut haben, das angelegt werden sollte, stattdessen allerdings verschwunden ist.

Bei den Geschädigten handelt es sich um eine Mutter und ihren Sohn. Parisi wurde zu einem Freund der Familie. Die beiden Opfer vertrauten ihm so sehr, dass sie ihm ihre gesamten Ersparnisse in Höhe von insgesamt 145.000 Euro überließen. Diese Summe muss der Mann nun zurückzahlen – samt Zinsen. Außerdem werden 10.000 Euro pro Kopf für den erlittenen moralischen Schaden fällig.

Bereits in der ersten Instanz war festgelegt worden, dass der Schadensersatz provisorisch ausbezahlt werden soll. Der Mann befand sich allerdings in finanziellen Schwierigkeiten.

Nun befasst sich die Kassation mit der Angelegenheit. Die Verteidigung beanstandet den Vorwurf des Betrugs. Ihrer Ansicht nach handle es sich bei dem Vorfall um die Nichteinhaltung eines Vertrages, was auf zivilrechtlicher Ebene gelöst werden müsse.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen