Der kleine Unterschied bei den Gütesiegeln

Fleisch aus Holland für Südtiroler Speck: Wie geht das?

Dienstag, 02. Juni 2015 | 08:23 Uhr

Bozen – Zur Herkunft eines verarbeiteten Lebensmittels gibt es inzwischen diverse Regionalmarken und Gütesiegel. Doch nur auf wenigen ist das Label "geschützte Ursprungsbezeichnung" (g.U.) zu finden, was auch auf Südtiroler Produkte Auswirkungen hat, wie die Verbraucherzentrale Südtirol in einer Aussendung betont.

Das gesetzlich kontrollierte Gütesiegel "geschützte Ursprungsbezeichnung" (g.U.) ist europaweit einheitlich und gibt eindeutig Auskunft über die Herkunft eines Lebensmittels. Das Siegel garantiert, dass das Produkt in einem festgelegten Gebiet nach bestimmten Kriterien erzeugt, verarbeitet und hergestellt wird. Beispiele hierfür sind Asiago-Käse und Parma-Schinken.

Zum Verwechseln ähnlich (siehe Bild unten) ist die Kennzeichnung "geschützte geographische Angabe" (g.g.A.). Der Unterschied: Hier muss lediglich eine der Produktionsstufen (Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung) im genannten geografischen Gebiet stattfinden. So kann das Schweinefleisch für den „Südtiroler Speck G.G.A.“ aus Dänemark oder den Niederlanden stammen und nur die Herstellung in der Region erfolgen.

Von: ©mk - vzs

Bezirk: Bozen