Er wollte unbedingt weiter in den Norden

Flüchtling will sich unter dem Zug anketten

Donnerstag, 04. Juni 2015 | 12:00 Uhr

Brenner – Wie weit Flüchtlinge gehen, um über die Brennergrenze zu gelangen und ihr Ziel zu erreichen, zeigt das Beispiel eines Mannes aus Somalia. Der Flüchtling wollte sich an der Achse am Unterboden des Zuges nach München anketten.

Eine Reise im Zug wäre für ihn derzeit verschärften Kontrollen nicht möglich. Die Polizei hat den Mann am Brenner entdeckt und konnte ihn von dem lebensgefährlichen Unterfangen abhalten, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Der Zug war um 16.00 Uhr mit Verspätung am Brenner angelangt. Dort mussten die Passagiere erneut warten. Obwohl die Polizeipräsenz im Zug ohnehin schon groß war, durchsuchten deutsche und italienische Polizisten nach Aussagen von Fahrgästen jeden Zugwaggon gründlich. Auch unter die Bänke wurde geschaut.

Kontrollen wurden auch außerhalb des Zuges durchgeführt, wobei italienische Polizeibeamte den Mann aus Somalia entdeckten. Der Mann soll sich massiv gewehrt haben.

Damit bestätigt sich, dass Flüchtlinge oft immense Risiken eingehen, um an ihr Ziel zu gelangen – egal ob im Schlauchboot übers Mittelmeer, am Unterboden eines Lkw oder unter einem Zug.

Von: ©mk

Bezirk: Wipptal