Informationen statt Gerüchte

Flüchtlinge kommen nach Mals

Dienstag, 08. September 2015 | 12:08 Uhr

Mals – Flüchtlinge werden bald das alte Malser Altersheim beziehen. Bürger und Vereinsvertreter haben die Möglichkeit sich bei einem Informationsabend aus erster Hand zu informieren, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Aufgrund der Flüchtlingsdramen in Europa kommen die Flüchtlinge auch zu uns – unter anderem auch in den Vinschgau, wo sie in Mals in den nächsten Wochen Flüchtlinge erwartet werden.

Derzeit lässt sich nicht abschätzen, ob in weiterer Zukunft nicht auch andere Ortschaften im Vinschgau Unterkünfte für Flüchtlinge bereitstellen müssen.

Fest steht nur, dass die derzeitige Flüchtlingswelle länger andauern wird und es daher nötig ist, dass sich die Bürger über das Thema informieren.

Es kursieren zahlreiche Gerüchte über vermeintliche Privilegien und Extrabehandlungen von Flüchtlingen. Besser ist es jedoch wohl, sich auf Aussagen von Experten zu verlassen. Am 14. September wird daher um 20.00 Uhr im neuen Malser Altersheim aller Voraussicht nach eine Bürgerversammlung stattfinden.

Dabei werden Landesrätin Martha Stocker, Franz Kripp von der Caritas, die das Heim leiten wird, sowie Vertreter von Land und Gemeinde erwartet. Gemeindereferentin Gertrud Telser Schwabl ist es wichtig, dass „von Beginn an alles gesagt und gefragt werden darf“. Damit sollen Unklarheiten und Unsicherheiten unter den Bürgern aus dem Weg geräumt werden.

Wann das Heim bezogen werden kann, steht noch nicht fest. Noch seien nicht alle Bauarbeiten abgeschlossen, erklärt Telser Schwabl gegenüber den „Dolomiten“. Es wird jedoch geschätzt, dass der Einzug der rund 40 Flüchtlinge sehr schnell erfolgen wird.

Es handle sich um Asylbewerber, die registriert und einer ärztlichen Erstuntersuchung unterzogen worden seien, erklärt die Gemeindereferentin laut „Dolomiten“.

In Mals warten sie auf das Ergebnis des Asylverfahrens, das rund sechs Monate dauert. Je nachdem, wie das Verfahren in den einzelnen Fällen ausgeht, werden die Menschen abgeschoben oder sie können sich eine Bleibe und eine Arbeit suchen.

Telser Schwabl richtet auch eine Bitte an Bürger und Vereine: Wer kann und will, solle bei der Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge mithelfen.

Von: ©mk

Bezirk: Vinschgau