Quästor warnt vor Panikmache in den Medien

“Flüchtlinge sind keine Überträger von Seuchen”

Dienstag, 14. Juli 2015 | 15:00 Uhr

Bozen – Quästor Lucio Carluccio verweist auf die wichtige Aufgabe, die die Polizei staatsweit in Zusammenhang mit der Ankunft von Flüchtlingen leistet. Im Jahr 2014 strandeten 170.000 Migranten in Italien, das sind viermal so viel wie im Jahr zuvor. Heuer zeichnete sich im ersten Halbjahr wiederum eine Steigerung von zwölf Prozent ab.

Die Polizei erfüllt verschiedene Funktionen, die von der Rettung von Menschenleben, der Begleitung der Migranten zu den Aufnahmezentren bis hin zur Abschiebung von illegalen Flüchtlingen reichen. Ein Großteil der Einwanderer erreicht Italien über Libyen.

Gleichzeitig verweist der Quästor auf einen Fachartikel, worin betont wird, dass Massenmedien in Zusammenhang mit Migranten häufig ein falsches Bild zeichnen. Grundsätzlich seien Migranten, die die Küsten Italiens erreichen, zwar erschöpft, aber gesund. Dass Flüchtlinge Krankheiten und Seuchen importieren würden, konnte bislang nicht bestätigt werden.

Stattdessen schaffen oft nur die gesündesten die anstrengende Reise über das Meer. Panikmanche sei daher fehl am Platz. Außerdem seien Tuberkulose und Krätze keine lebensbedrohlichen Krankheiten. Gleichzeitig wird der Gesundheitszustand von Migranten bei der Ankunft unter anderem auch durch Ärzte bei der Polizei streng im Auge behalten.

Nähere Infos unter www.poliziadistato.it

Von: ©mk

Bezirk: Bozen