Zecken lauern im ganzen Land

FSME durch Zecken: Fallzahl steigt

Montag, 01. Juni 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – In Südtirol wurden 2014 so viele FSME-Fälle gezählt, wie noch nie in einem Jahr.

Laut Bozens Hygienedienstleiter Dr. Josef Simeoni gab es 2014 erstmals drei FSME-Fälle in einem Jahr. Das stellt einen neuen Höchstwert dar. Im Jahr 2013 waren in Südtirol zwei FSME-Erkrankungen registriert worden, 2012 hingegen ein Fall, 2011 wiederum zwei Fälle und 2010 und 2009 jeweils ein Fall.

Zecken, die die Krankheit übertragen, kommen mittlerweile im ganzen Land vor. Als FSME-gefährlich gelten aber vor allem das Überetsch und das Unterland – das Berg- und Waldgebiet auf der orographisch rechten Etsch-Seite.

Mai und Juni zählen hierzulande zu den gefährlichsten Zeckenmonaten. Es gilt daher, Vorsicht walten zu lassen und die lästigen Blutsauger rechtzeitig und professionell zu entfernen.

Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) und Lyme-Borreliose sind die in Südtirol am häufigsten von Zecken übertragenen Krankheiten. Bei frühzeitiger Behandlung klingen beide meist ohne Spätschäden ab, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Die Borreliose wird von Zecken in fast ganz Südtirol übertragen. Das ist beim FSME-Virus anders. Pro Jahr gibt es zwischen 15 und 25 Borreliose-Fälle in Südtirol.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen