Steger: „Prävention beginnt beim eigenen Verhalten"

Für ein sicheres Land: “Durch Eigenverantwortung Sicherheitsgefühl stärken”

Dienstag, 30. Juni 2015 | 18:35 Uhr

Bozen – In der aktuellen Debatte zum Thema Sicherheit sprachen sich die SVP-Abgeordneten im Südtiroler Landtag für Prävention, Integration und permanente Sensibilisierung aus. Wie Landeshauptmann Arno Kompatscher warnen auch die SVP-Landtagsabgeordneten vor Panikmache. Diese sei nicht dienlich und führe zu Angst und Unbehagen. Vielmehr müsse Eigenverantwortung wahrgenommen und notwendige Maßnahmen souverän und gut durchdacht umgesetzt werden.

Mit zahlreichen Wortmeldungen der Landtagsabgeordneten während der aktuellen Debatte zum Thema Sicherheit wurden die bisherigen Bemühungen der Landesregierung bestätigt. Prävention und Integration waren die Schlagwörter schlechthin. „Prävention beginnt beim eigenen Verhalten und mit den Maßnahmen zur eigenen Sicherheit", betonte SVP-Fraktionsvorsitzender Dieter Steger und appellierte an die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen. Integration setze zwei Dinge voraus: die Integrationswilligkeit der Zuwanderer und die Bereitschaft der ansässigen Bevölkerung, einen Schritt auf diese Menschen zuzumachen. „Integration passiert nicht einfach – Integration muss begleitet werden", sagte Landtagsabgeordnete Veronika Stirner und sprach die zunehmende Ausländerfeindlichkeit bei Jugendlichen an. SVP-Abgeordnete Magdalena Amhof verwies auf großes Potential im Bildungsbereich: „Wir müssen vermehrt in die Bildung investieren, denn sehr oft kommen Täterinnen und Täter aus bildungsfernen Schichten. Wir sollten Bildungswege aufzeigen und damit den jungen Menschen Perspektiven eröffnen".

Das Bemühen der Südtiroler Landesregierung, der Gemeinden und der staatlichen Behörden ist es, das vergleichsweise hohe Sicherheitsniveau in Südtirol zu halten und zu verbessern. Eine Reihe von Maßnahmen trägt dazu bei: vermehrte Präsenz von Ordnungskräften, verstärkte Zusammenarbeit mit der Gemeindepolizei oder Ausweisung von straffällig gewordenen Ausländern sind nur einige davon. „In den vergangenen fünf Jahren wurden 527 Personen des Landes verwiesen; allein 60 Ausweisungsverfahren betreffen das vergangene Jahr 2014", unterstrich Steger. Zusätzlich zu den Carabinieri und zur Ortspolizei sei nun auch die Finanzpolizei für die öffentliche Sicherheit zuständig. Auch die Aktionen der verschiedenen Gemeinden, die mittlerweile über eine hohe Kompetenz im Sicherheitsbereich verfügen, seien begrüßenswert. „Videoüberwachungen, Austausch von Infos über eigene Apps und gegenseitige Unterstützung durch gutes Netzwerken sind wertvolle Maßnahmen. Die Kontrollen der Ortspolizei könnten allerdings noch verstärkt werden", befand Steger. Eine intensive Zusammenarbeit und Koordination zwischen den Ordnungskräften sei deshalb enorm wichtig.

Von: ©ka