Geleistete Überstunden werden mit insgesamt 875.000 Euro vergütet

Gefängniswärter: Rom muss nachzahlen

Montag, 20. April 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – Wie das Tagblatt Dolomiten heute berichtet, dürfen sich 35 Beamte der Gefängnispolizei in Bozen über einen Geldregen aus Rom freuen. Das Innenministerium muss ihnen nach einem Urteil des Bozner Verwaltungsgerichts für geleistete, aber nicht entlohnte Überstunden insgesamt an die 875.000 Euro nachzahlen.

Die Gefängniswärter klagen seit Jahren über untragbare Zustände. Aufgrund der notorischen Unterbesetzung und der ständigen Überbelegung des Gefängnisses, leisten die Beamten teilweise bis zu 20 Tage in Folge Dienst – und das obwohl gesetzlich vorgesehen wäre, dass jeder siebte Tag ein Ruhetag sein müsste, heißt es in dem Bericht weiter.

Zwischen Juli 2008 und Juli 2013 haben sich für jeden der 35 Beamten jährlich bis zu 120 Arbeitsstunden angehäuft, die sie an ihrem Ruhetagen geleistet hatten.

Als sich Rom trotz mehrmaliger Proteste geweigert hatte, die Dienststunden zu entlohnen, zogen die Gefängniswärter schließlich vor das Bozner Verwaltungsgericht und bekamen nun Recht.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen