E-Werke möglich, wenn es keine negativen Folgen gibt

Gewässerschutzplan wird aufgeweicht

Mittwoch, 24. Juni 2015 | 07:28 Uhr

Bozen – Der Anfang Juni vorgestellte Gewässerschutzplan, der den Bau neuer Wasserkraftwerke fast komplett verbietet, wird gelockert.

Damals wurde festgelegt, dass 386 Wasserläufe als sensibel einzustufen sind. Nur noch 34 würden sich für den Bau von Wasserkraftwerken anbieten. Zustimmung kam damals vom Dachverband für Umweltschutz. Es hagelte aber auch Kritik vonseiten der Wasserwirtschaft und Gemeinden.

Beim gestrigen Energietisch wurden die aufgestellten Kriterien zur Diskussion gestellt und ein zweistufiges Modell ausgearbeitet.

Medienberichten zufolge enthält die erste Stufe des Modells Ausschlusskriterien, die eine hydro-elektrische Nutzung verbieten. In der zweiten Stufe soll es trotzdem möglich sein, Projekte und Ansuchen für neue Kraftwerke zu unterbreiten.

Damit die Bewertung von neuen Projekten positiv ausfällt, darf es zu keiner Verschlechterung der Gewässer und der Umwelt kommen, so Landesrat Richard Theiner.

Demnach ist Innovation möglich, solange damit keine negativen Folgen einhergehen.

Bauern fordern Erhöhung der Wassermengen

Bei der Ausarbeitung des neuen Gewässerschutzplans ergreifen nun auch die Bauern das Wort.

Sie fordern eine Erhöhung der ihnen zugesprochenen Wassermengen. Damit soll dauerhaft garantiert werden, dass die Landwirtschaft mit kostenlosem Wasser versorgt wird.

Mit der Lockerung zur Vergabe neuer Konzessionen zufrieden zeigt sich der Südtiroler Energieverband.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen