38 Gemeinden sind automatenfrei

Glücksspiel: Erweiterung von Verbotszonen möglich

Donnerstag, 30. April 2015 | 14:21 Uhr

Bozen – Glückspiel, Spielsucht und Prävention waren die Themen eines Austauschtreffens zwischen Gesundheitslandesrätin Martha Stocker und Regionalassessorin Violetta Plotegher.

Gemeinsam mit Fachleuten in der Bekämpfung der Spielsucht auf verschiedenen Ebenen wurden dabei die Auswirkungen der Spielsucht sowie mögliche Abänderungen des Landesgesetzes besprochen.

Neben den gesundheitlichen, psychologischen und sozialen Auswirkungen der Spielsucht sowie einer möglichen Verstärkung der Präventionsmaßnahmen wurde bei dem Treffen am heutigen Donnerstag das Phänomen der so genannten "Totems" angesprochen. "Dabei handelt es sich um illegale Automaten, die anstelle von Geld Sachgewinne ausgeben und insbesondere junge Menschen gefährden", erklärt Landesrätin Stocker. Bei erweiterten Treffen in den nächsten Wochen sollen die Thematik vertieft und Handlungsvorschläge ausgearbeitet werden.

Eine technische Arbeitsgruppe wird sich hingegen – so wurde bei dem heutigen Treffen vereinbart – mit möglichen Abänderungen des Landesgesetzes gegen Spielsucht beschäftigen.

„Wir wollen prüfen, inwiefern eine Erweiterung und Ausdehnung von Verbotszonen möglich ist", so Landesrätin Stocker, die sich auf eine jüngst veröffentlichte Erhebung des Forum Prävention beruft.

"Gut die Hälfte der vom Forum Prävention befragten Gemeinden haben in den vergangenen vier Jahren Maßnahmen zur Verringerung des Angebots an Glücksspielen getroffen und sind damit vor Ort das Problem konkret angegangen", unterstreicht die Landesrätin.

 Insgesamt 38 Gemeinden seien laut Stocker zudem gänzlich automatenfrei.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen