Klopapier lag herum

Goa-Party in Barbian scheidet die Geister

Freitag, 26. Juni 2015 | 22:57 Uhr

Barbian – Was vielen Jugendlichen Spaß gemacht hat, wird von anderen schief angeschaut. Das Sonnenwende-Fest des Tschernai-Club oberhalb von Barbian, an dem rund 500 Besucher am vergangenen Samstag teilnahmen, erhitzt noch immer die Gemüter.

Mit drei Böllerschüssen begann die Party zu Sonnenaufgang. Bis 1.00 Uhr in der Früh wurde bei durchgehender Musik in einer an das Biotop Hubermoos angrenzenden Wiese gefeiert.

Doch nicht nur die laute Musik sorgte für Unmut. Absperr-Banden zur Abgrenzung der Parkflächen wurden eingerissen und es lag Klopapier herum, nachdem im Wald „stille Örtchen“ eingerichtet worden waren.

Über die Hinterlassenschaften kann ein Bauer, der nicht genannt werden will, nur den Kopf schütteln. Er wundert sich, wie Bürgermeister Alfons Klammsteiner eine solche Veranstaltung neben einem Landschaftsschutzgebiet erlauben kann. Zudem kritisiert er, dass nicht alle angrenzenden Grundeigentümer informiert worden seien.

Klammsteiner erklärt gegenüber den „Dolomiten“, selbst nicht ganz glücklich über die Entwicklung des Festes zu sein. Die Besucheranzahl habe in den Jahren, seit es das Fest gibt, stetig zugenommen. Auch die Lautstärke sei zu hinterfragen.

Trotzdem seien die Veranstalter laut Klammsteiner bemüht, alles sauber aufzuräumen. Sie hätten alle Anrainer verständigt und nach dem Fest mit den Bauern eine Ortsbegehung gemacht. Zudem sei die Lizenz an gewisse Auflagen, wie etwa ein Ordnungsdienst durch die Feuerwehr, mobile Toiletten und Gespräche mit den Anrainern geknüpft gewesen.

Dass es an manchen Stellen zu Problemen gekommen ist, bestreitet der Bürgermeister nicht. „Die Veranstalter haben zugesichert, dass sie, wo Gras niedergerannt wurde, eine Entschädigung zahlen“, erklärt er laut „Dolomiten“.

Ob die Party 2016 noch einmal erlaubt wird, will der Bürgermeister noch nicht sagen. Eine große Veranstaltung sei immer eine Gratwanderung. Man werde sich mit den Organisatoren zusammensetzen, betont Klammsteiner.

Von: ©mk

Bezirk: Eisacktal