Dreiste Methode - Anzeige wegen Unterschlagung

Gröden: Gemeindearbeiter zwacken Treibstoff ab

Freitag, 17. April 2015 | 08:32 Uhr

St. Christina – Weil die Treibstoffausgaben für Gemeindefahrzeuge in den letzten drei Jahren stetig angestiegen waren, schöpfte der Bürgermeister von St. Christina, Eugen Hofer, bereits im Jahr 2014 Verdacht, dass etwas nicht stimmte. Aus diesem Grund hatte er sich an die Carabinieri von St. Ulrich gewandt.

Darauf führten die Ordnungshüter mehrere Beobachtungen durch – unter anderem auch mittels Videoüberwachung. Dabei stellte sich heraus: Zwei Gemeindearbeiter bedienten sich regelmäßig bei den Treibstoffvorräten selbst. Die Vorgehensweise war nicht nur dreist, sondern auch gut eingeübt.

Wie sich durch die Beschattungsaktionen der Carabinieri herausstellte, verwendeten sie Kanister mit einem Volumen von 20 Litern, um den Treibstoff vom Tank der Gemeinde zu entwenden, und füllten damit ihre eigenen Fahrzeuge, bzw. nutzten den Treibstoff zu privaten Zwecken.

Gleichzeitig trugen die beiden Angestellten nach dem Tanken der Gemeindefahrzeuge im entsprechenden Register einfach einen höheren Betrag ein. Dadurch erschienen die Konten stets ausgeglichen.

Die Carabinieri fanden heraus, dass die Männer allein in zehn Tagen auf diese Weise 80 Liter Dieselöl auf die Seite bringen konnten. Außerdem zeigte sich, dass die Ausgaben für Treibstoff in der Gemeinde sich bereits seit 2012 verdreifacht hatten.

Außerdem sollen die Gemeindearbeiter die Fahrzeuge der öffentlichen Verwaltung selbst für außerdienstliche und private Zwecke missbraucht haben. Die beiden Männer wurde wegen wiederholter und erschwerter Unterschlagung angezeigt.

Von: ©mk

Bezirk: Salten/Schlern