Caritas: Genügend Unterkünfte für Flüchtlinge

“Große Welle der Solidarität”

Dienstag, 08. September 2015 | 12:30 Uhr

Bozen – „Die Welle der Solidarität gegenüber Flüchtlingen aus Syrien ist sehr groß“, bestätigen die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente. Immer wieder würden Südtiroler der Caritas spontan ihre Hilfe und auch Unterkünfte anbieten. „Die Situation der Flüchtlinge ist gut unter Kontrolle und es gibt derzeit genügend Unterkünfte, welche von Caritas und Volontarius im Auftrag des Staates bzw. Landes geführt werden“, betonen die beiden Caritas-Direktoren. Wer helfen will, kann die Arbeit der Caritas für die Flüchtlinge in Südtirol, aber auch in Syrien am besten über Spenden unterstützen.
 
Auch viele Südtiroler zeigen sich derzeit betroffen von den Bildern der vielen Flüchtlinge aus Syrien, die über Ungarn und Österreich nach Deutschlang begleitet werden. Viele melden sich daher spontan mit Hilfsangeboten bei der Caritas, was die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen anbelangt. „Es ist schön zu sehen, dass weite Teile der Bevölkerung sich mit den Flüchtlingen aus Syrien solidarisch erklären und ihre Hilfe anbieten. Es ist ein Zeichen dafür, dass nicht Ablehnung und Hass, sondern Solidarität und Hilfsbereitschaft im Vordergrund stehen“,  sagen die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente. Trotzdem und gerade auch deshalb sei es wichtig, die Wirklichkeit nicht aus den Augen zu verlieren. „Die meisten Flüchtlinge aus Syrien wollen nicht in Südtirol bleiben, auch wenn sie hier kurzfristig Station machen. Sie wollen und dürfen auch weiter nach Deutschland reisen“, unterstreichen Kripp und Valente.
 
Aus diesem Grund reiche das derzeitige Angebot an Unterbringungen für Asylantragsteller, die dem Land vom italienschen Staat zugewiesen worden seien, in Südtirol im Moment aus. Allein die Caritas führt im Moment sechs Häuser (Wiesen, Vintl, Meran, Prissian und zwei in Bozen) mit rund 300 Flüchtlingen; weitere 70 Flüchtlinge werden demnächst in Bruneck, Mals und Kastelruth von der Caritas betreut werden. Andere Unterkünfte in Bozen, Meran und später dann noch in Eppan werden vom Verein Volontarius geführt. „Die Menschen werden in diesen Unterkünften versorgt, ihnen werden Sprachkurse Beratung und Beschäftigungsmöglichkeiten geboten“, sagen Kripp und Valente. Über die Führung der Häuser durch die Caritas, welche Teil der lokalen Kirche ist, beteiligt sich die Diözesankirche ganz wesentlich an der Bewältigung der Herausforderungen. Zusätzlich engagieren sich in den Pfarreien viele Freiwillige für die Flüchtlinge und geben so Zeugnis einer solidarischen Gesellschaft.
 
Wer noch zusätzlich helfen will, kann die Arbeit der Caritas über Spenden unterstützen. Die beiden Spendenkennwörter sind „Flüchtlingsarbeit und Integration“ und „Syrien“. Die Spenden für ersteres setzt die Caritas für die Flüchtlingsarbeit in Südtirol, zweites für die Nothilfe in Syrien ein.
 
Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen:
Intesa Sanpaolo, IBAN: IT18 B0306911619000006000065
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42 F0349311600000300200018;
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17 X0604511601000000110801;
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12 R0585611601050571000032.
 

Von: ©mk

Bezirk: Bozen