Probleme vor allem auf Grünflächen und Spielplätzen

Hundekot: Brixner Stadtpolizei verschärft Kontrollen

Donnerstag, 23. April 2015 | 12:03 Uhr

Brixen – Bei der Brixner Stadtpolizei mehren sich die Klagen über nicht ordnungsgemäß gehaltene Hunde. Vor allem auf Grünflächen und Spielplätzen sind Hunde ohne Leine oder nicht entsorgter Hundekot für viele eine Zumutung. Deshalb sollen die Kontrollen nun verschärft werden, berichtet das Tagblatt Dolomiten

Während Hundehäufchen, in die man unversehens tritt, ein Ärgernis sind, sorgen freilaufende Hunde oft Kindern für einen Schrecken. Obwohl die Brixner Stadtpolizei im Schnitt zehn bis 15 Hundehalter pro Jahr straft, weil sie gegen die „Gemeindeverordnung über die Haltung und Führung von Tieren“ verstoßen, ist das Problem tagtäglich sichtbar. Sogar unter den Lauben fallen die stinkenden Häufchen auf.

Stadtpolizei-Inspektor Egon Bernabé bestätigt gegenüber den „Dolomiten“: „Wir haben ein markantes Problem mit Hundebesitzern“. Auch die Stadtwerke Brixen beschwerten sich, weil sie den Hundekot einsammeln müssen.

Nun will die Stadtpolizei in nächster Zeit verstärkt Kontrollen durchführen – auch in Zivil. Zunächst sollen die Hundehalter in den ersten ein bis zwei Wochen lediglich informiert werden, dann werden auch Strafen ausgestellt. In der Gemeindeverordnung steht, dass alle Begleiter bzw. Besitzer von Haustieren für das Verhalten ihrer Tiere auf öffentlichen Flächen straf- und zivilrechtlich haften.

Innerhalb von Wohngebieten müssen Hunde immer an der Leine geführt werden, die nicht länger als 1,5 Meter sein darf. Während Schnapp-Leinen verboten sind, müssen die Hundebesitzer zudem Maulkorb und Säckchen zum Wegräumen des Hundekots bei sich tragen. Außerdem ist der Zutritt zu Kinderspielplätzen, Friedhöfen sowie Höfen zu Kindergärten und Schulen Hunden untersagt.

Bei Verstößen sind Verwaltungsstrafen von 25 bis 750 Euro möglich. Allerdings müssen die Hundehalter „auf frischer Tat“ ertappt werden. Wie Bernabé gegenüber den „Dolomiten“ erklärt, ist auch dies mit ein Grund für die geringe Anzahl an Strafen.

Bei der Kontrollen zur Hundehaltung vonseiten der Stadtpolizei wird auch die Stadtgärtnerei aktiv mithelfen.

Von: ©mk

Bezirk: Eisacktal