Cornelia Brugger übt Kritik in Sachen „Andreas Fabi

“In Südtirol ist alles anders”

Samstag, 11. Juli 2015 | 17:50 Uhr

Bruneck/Bozen – Cornelia Brugger, Mitglied des PD-Landesparteiausschusses und Gemeinderätin in Bruneck, kritisiert Personalfragen im Sanitätsbetrieb und auch das Verhalten des PD.

„Die Sparmaßnahmen im Bereich Gesundheit scheinen in Ordnung sobald sie Krankenhäuser und Personal betreffen, aber nicht wenn es um Führungskräfte geht. Auf der einen Seite muss man mit Kürzungen klar kommen, auf der anderen mit der Schaffung eines „fünften Bezirksdirektors“. Damit meine ich den Auftrag, den Andreas Fabi vom Sanitätsbetrieb bekommen hat“, so Brugger.

„Fabi tritt als Direktor des Südtiroler Sanitätsbetriebs 2014 zurück und kehrt wieder als Angestellter in den Sanitätsbetrieb zurück, den er 2007 verließ, um Generaldirektor zu werden“, erinnert Brugger.

„In solchen Fällen ist es üblich, dass sobald ein neuer Direktor das Amt übernimmt, der Alte sich davon verabschieden muss. In Südtirol ist es anscheinend anders. Mit dem Argument der Ersparnisse durch die Rationalisierung der Kosten werden einerseits die Gesundheitsdienste für die Bürger eingeschränkt und anderseits neue Posten geschaffen, die nicht einmal notwendig wären“, heißt es weiter.

Dieser Posten sei dazu bestimmt, die Beziehungen mit den Gewerkschaften und dem Personal zu gestalten, obwohl diese Tätigkeiten eigentlich sehr gut von bereits vorhandenen Führungskräfte verrichtet werden. „Das ist eine Schande für alle Angestellten des öffentlichen Dienstes, die seit 2010 keine Erneuerung ihres Vertrages bekommen haben und dazu noch unter dem allgemeinen Aufnahmestopp und den Stellenkürzungen leiden. Die Tatsache, dass die Demokratische Partei darüber schweigt ist alles andere als positiv, vor allem seitens unseren Vertretern im Landtag. Ich hoffe, dass der PD eine andere Herangehensweise bei den Verhandlungen mit der SVP bezüglich der Gesundheitsreform haben wird“, heißt es abschließend.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen