Pöder: "Südtiroler Caritas verteidigt Bettelei undifferenziert"

“Italienische Caritas warnt vor organisierter Bettelei”

Montag, 20. Juli 2015 | 11:14 Uhr

Bozen – "Während die Südtiroler Caritas wahllos die Straßenbettelei verteidigt, sieht dies die italienische Caritas wesentlich realistischer", unterstreicht der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

"Caritas-Organisationen in Italien haben sich in den vergangenen Jahren wiederholt dagegen ausgesprochen, Bettlern auf der Straße wahllos Geld zu geben, weil es sich häufig um organisierte oder kriminelle Bettelbanden handelt", so Pöder. In Caritas-Dokumenten in Italien seien die Gläubigen aufgefordert worden, Straßenbettlern nicht einfach und wahllos Almosen zu geben. Es handle sich oft um Kinder oder Behinderte, die von kriminellen Organisationen ausgebeutet würden. Sie müssten das erbettelte Geld abgeben.

In Cremona beispielsweise habe der dortige Priester selbst Flugblätter an die Gläubigen verteilt, in denen er vor Almosen an Kindern warnte. "Skrupellose Menschenhändler profitieren von der Barmherzigkeit der Leute und nutzen Behinderte und Kinder aus", hieß es in dem Flugblatt. Wer spenden wolle, solle das über die verschiedenen kleineren oder größeren lokalen Organisationen tun, die dann gezielt arme Menschen oder Familien unterstützen und darauf achten, dass die Gelder nicht in falsche Kanäle fließen.
 
Laut italienischen Polizeiorganen sei das "Kinder- und Behindertenbetteln" ein Millionen-Geschäft für Bettelbanden vorzugsweise aus Osteuropa, so die BürgerUnion. Caritas-Organisationen in Italien würden die Frage der Bettelei wesentlich differenzierter als die Südtiroler Caritas sehen.
 
"Die Südtiroler Caritas soll künftig Entschädigungen für Diebstähle und Einbrüche bezahlen, die von Ausländern verübt werden. Wenn die Caritas sich für das Bettelrecht einsetzt, ist das nachvollziehbar. Dass sie damit aber auch undifferenziert die organisierten illegalen Bettelbanden legitimiert, ist jedoch schon weniger verständlich", so Pöder.

Er kritisiert auch, dass sich die Caritas sich undifferenziert für Zuwanderung einsetze. Dies sei auch wohl eher Teil eines Geschäftsmodelles, mit dem die Caritas durch die Flüchtlingsbetreuung Geld verdient, meint Pöder.

"Die Caritas übersieht dabei die Probleme, die durch eine undifferenzierte Zuwanderung geschafft werden. Der Einsatz für Bettelbanden und Flüchtlinge sei der Caritas unbenommen, versteht sie dies doch als ihre Aufgabe und als ihr Geschäftsmodell. Dabei soll sie aber auch Mitverantwortung für die verursachten Probleme übernehmen und bei Diebstählen oder Einbrüchen, die durch ausländische Taschendiebe in den Städten oder durch ausländische Einbrecher verübt werden eine Entschädigung an die Betroffenen zahlen", so Pöder abschließend.

Von: ©mk