"Zukunft liegt in Ausbau der autonomen Zuständigkeiten"

JG: “Freiheitliche missbrauchen Brauchtum”

Montag, 15. Juni 2015 | 10:26 Uhr

Bozen – Die Junge Generation in der Südtiroler Volkspartei kritisiert die Aussagen der Freiheitlichen Partei, welche in den Herz-Jesu-Feuern ein Symbol gegen illegale Zuwanderung sieht. „Die Freiheitlichen sollten sich auf den eigentlichen Wert dieser Tradition besinnen und diese nicht  für  ihre polemische Politik missbrauchen“, so der JG-Vorsitzende René Tumler.

In einer Presseaussendung spricht der Vertreter der Freiheitlichen Partei davon, dass die Herz-Jesu-Feuer für ihn ein Zeichen gegen unkontrollierte Zuwanderung seien. „Die Freiheitlichen haben wohl vergessen, um was es bei den Feierlichkeiten am dritten Sonntag nach Pfingsten geht: um Heimatverbundenheit und Gottvertrauen“, ist der Vorsitzende der Jungen Generation René Tumler überzeugt.

Die Herz-Jesu-Feuer gehen auf das Jahr 1796 zurück: Die Tiroler Landstände, von den Truppen Napoleons bedroht ,vertrauten damals ihr Land dem „Heiligsten Herzen Jesu“ an, um göttlichen Beistand für eine unmittelbare militärische Bedrohung zu erhalten. Seither wird dieses Gelöbnis jedes Jahr erneuert.

„Heute haben wir in unserem Land natürlich eine andere Situation und  andere Herausforderungen, aber  dieser Brauch ist nach wie vor ein Ausdruck starker Verbundenheit zu unserem Land und unserem Glauben. Dieses Fest für politische Zwecke zu benutzen, welche in keinstem Falle mit dem ursprünglichen Gedanken zusammenhängen, finden wir absolut nicht in Ordnung und verwehren uns dagegen“, so René Tumler.

Die Junge Generation bekräftigt, dass man seine Wurzeln und Geschichte kennen müsse, um die Zukunft erfolgreich gestalten zu können. Für die Junge Generation liege diese Zukunft in einem weiteren Ausbau der autonomen Zuständigkeiten für Südtirol, welches in einem Europa der Regionen eingebettet ist. „Die Jugend hat die Möglichkeit unserer Land positiv weiter zu entwickeln und zu gestalten, damit Südtirol  auch in Zukunft zu den erfolgreichsten Regionen Europas gehört“, schließt René Tumler.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen