Harte Linie gegen "Ultras"

Kastelruth: Jetzt 16 Fußballrowdys identifiziert

Freitag, 31. Juli 2015 | 10:16 Uhr

Kastelruth – Nach der wilden Rauferei von Fußballfans in Kastelruth anlässlich eines Spiels zwischen dem FC Bologna und Spezia Calcio, haben die Behörden jetzt 16 Schläger identifizieren können.

Dank der Filmaufnahmen, die an die Quästuren der jeweiligen Provinzen weitergeleitet wurden, konnten sieben Fans aus Bologna und neun aus La Spezia ausfindig gemacht haben, die in Kastelruth die Fäuste fliegen haben lassen.

Sie werden nun zwischen zwei und sechs Jahren von Sportveranstaltungen ausgesperrt. Zudem erwartet sie ein Strafverfahren, wo sie sich wegen Körperverletzung verantworten müssen, heißt es in einer Polizeiaussendung.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (27.7.2015)

Die Quästur Bozen teilt in einer Aussendung mit, dass die Ermittlungen bereits zur Identifizierung von acht gewalttätigen Fußballrowdys geführt haben und dass in den nächsten Stunden mit weiteren Identifizierungen zu rechnen ist.

Das teilt der Quästor von Bozen Lucio Carluccio mit, nachdem er sich mit seinen Kollegen von Bologna und La Spezia ausgetauscht hat.

Der Quästor von Bozen präzisiert zudem, dass keine Bemühungen ausgelassen werden, auf dass diese Gewalttäter für sehr lange Zeit kein Stadion mehr betreten werden.

WAS BISHER BERICHTET WURDE

Die Ermittlungen nach der Schlägerei von Fußballrowdys in Kastelruth brachten bereits erste Ergebnisse. Auf den Videos konnten die ersten acht Fußballfans identifiziert werden, die sich nach einem Vorbereitungsspiel zwischen dem FC Bologna und Spezia Calcio brutal in die Haare geraten sind.

Sie werden sich wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen – und dürfen sich bei keinem Fußballspiel mehr sehen lassen. Rund 40 Hooligans beider Clubs sind in der Sportzone von Telfen am Mittwoch aufeinander losgegangen. Erst nach rund 15 Minuten konnten die Carabinieri die Raufbolde voneinander trennen.

Die Bozner Staatsanwaltschaft leitete umgehend Ermittlungen wegen des Tatbestandes der Schlägerei unter erschwerten Umständen ein.

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Aufzeichnungen der Videokameras. Diese wurden von den Bozner Ermittlern auch an ihre Kollegen in Bologna und La Spezia übermittelt, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Am Sonntag trudelten die ersten Namen von Personen ein, die auf den Videoaufzeichnungen wiedererkannt worden sind. Es handelt sich um Personen, die bereits in Vergangenheit im Rahmen von Fußballspielen auffällig geworden waren. Sie müssen sich wegen Körperverletzung und Schlägerei unter erschwerten Umständen vor Gericht verantworten. Zudem werden sie künftig von allen Sportveranstaltungen ausgeschlossen.

Die Suche nach den übrigen Raufbolden geht weiter. Einige der Fußballfans müssen sich zudem noch wegen Hausfriedensbruch verantworten. Auf den Videoaufzeichnungen ist nämlich zu sehen, wie sich einige Zutritt zur Tribüne verschafft haben, ohne den Eintritt dafür zu entrichten.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (25.7.2015)

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung in Zusammenhang mit der Schlägerei zwischen Fußballfans in Kastelruth in die Wege geleitet. Im Augenblick steht allerdings noch kein Name im Ermittlungsregister.

Zu der Schlägerei war es bei dem Freundschaftsspiel zwischen dem FC Bologna und La Spezia gekommen. Die Staatsanwaltschaft ist bereits im Besitz von Videos, die während der Schlägerei gemacht worden waren.

Die Bilder wurden den Quästuren von Bolognas und La Spezia geschickt und sollen helfen, die Verantwortlichen zu identifizieren.

„Solche Vorfälle in Südtirol nicht passieren dürfen“, erklärt Oberstaatsanwalt Guido Rispoli Medienberichten zufolge.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (22.07.2015)

In Kastelruth, wo der FC Bologna sein Sommertraining absolviert, ist es zu Handgreiflichkeiten zwischen Fußballrowdys gekommen.

Die „Rot-Blauen“ rund um Stürmerstar Gianluca Sansone sicherten sich erst vor Kurzem im Playoff-Finale gegen Pescara den Aufstieg in die Serie A.

Kurz vor dem Freundschaftsspiel gegen La Spezia gingen radikale Fußballfans beider Mannschaften mit Faustschlägen und Tritten aufeinander los. Auch eine Glasflasche soll geschleudert worden sein.

Als die Carabinieri auftauchten, beruhigte sich die Situation wieder.

Von: ©mk/lu/ka

Bezirk: Salten/Schlern