"5. September markiert den Verbleib Südtirols bei Italien"

“Kein Grund zu Jubelfeiern”

Freitag, 04. September 2015 | 17:19 Uhr

Bozen – Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, erinnert angesichts der Feiern zum morgigen 5. September daran, dass dieser Tag für Südtirol „gewiss kein Freudentag“ sei. In ihrem blinden Autonomiefetischismus blende die Volkspartei nämlich bewusst aus, dass dieser Tag den unfreiwilligen Verbleib Südtirols bei Italien markiere, betont die Bewegung.

„Mit dem Abschluss des Pariser Vertrages am 5. September 1946 wurden alle Hoffnungen auf Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes zunichte gemacht und die Südtiroler mit einem Vertrag abgespeist, der lediglich minimale Schutzbestimmungen vorsah. Selbst diese geringen Zugeständnisse wurden von Italien jedoch nicht eingehalten, das seine Unterdrückungs- und Unterwanderungspolitik konsequent fortsetzte. Der Pariser Vertrag ist somit gewiss nicht die glorreiche Geburtsstunde der Südtirol-Autonomie, sondern vielmehr die geglückte Verhinderung der Selbstbestimmung“, erklärt Knoll. Nicht umsonst habe Alcide Degasperi — der den Vertrag für Italien unterzeichnet hatte — sich später selbst zu „dem Mann, der das Alto Adige damit für Italien gerettet hat“, stilisiert.

„Auch die Bevölkerung empfand den Pariser Vertrag 1946 nicht als Errungenschaft. Die Südtiroler wünschten sich nämlich nicht eine Autonomie, sondern die Loslösung von Italien und die Wiedervereinigung Tirols. Diese historische Wahrheit mag der SVP nicht schmecken, aber sie muss gesagt werden“, erklärt Knoll abschließend.

Von: ©mk