„Politik soll Forderungen der Kinder in ihre Überlegungen einbeziehen“

Kinderlandtag – der erste und der nächste

Montag, 14. September 2015 | 13:06 Uhr

Bozen – Mehr Freiräume für Kinder, mehr Zeit für Hausaufgaben, ein späterer Beginn des Schultags, mehr öffentliche Verkehrsmittel, mehr Mitsprache und lesbare Gesetze: Es ist eine lange Liste von Vorschlägen und Forderungen, die Kinder zwischen 11 und 14 beim ersten Südtiroler Kinderlandtag am 13. Februar in den Sälen des Landtags erarbeitet und den Abgeordneten vorgetragen haben.

Heute haben Lisa Huber und Fabian Plattner, Vorsitzende der Katholischen Jungschar Südtirols, zusammen mit Landtagspräsident Thomas Widmann und Jugendlandesrat Philipp Achammer die Ergebnisse des heurigen Kinderlandtags vorgestellt – die in einer Broschüre zusammengefasst sind – und gleichzeitig einen Ausblick auf den nächsten gegeben. „Diesmal sollen sich die Kinder mit einem aktuellen Thema auseinandersetzen, zum Beispiel mit dem Bildungsgesetz und seiner Umsetzung, und dann dem Landtag der Erwachsenen sagen, was sie gut finden und was nicht", erklärte Lisa Huber.

„Der Landtag ist das Haus aller, und daher sollen hier auch die Kinder ihre Meinung sagen", zitierte LR Philipp Achammer die Worte des Landtagspräsidenten bei der Eröffnung des Kinderlandtags 2015, „der Kinderlandtag darf nicht nur Show sein und kein einmaliger Anlass, seine Ergebnisse müssen weiterverfolgt und konkret in die Überlegungen der Politik einfließen." Dass dies machbar ist, meinte auch Landtagspräsident Widmann: „Es waren nicht nur realistische Vorschläge, sondern auch visionäre, die als Maß auch für andere Regionen zu sehen sind. Ich denke dabei zum Beispiel an die Forderung, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen, damit auch der ländliche Raum lebenswert bleibt." Widmann und sein Stellvertreter Roberto Bizzo freuten sich darauf, die nächsten Kinderlandtage als Gastgeber eröffnen zu können.

Von: ©lt

Bezirk: Bozen