Das Sportklettern zur Trendsportart für alle Altersgruppen entwickelt

Kletterhalle im Oberschulzentrum Bruneck übergeben

Freitag, 31. Juli 2015 | 18:32 Uhr

Bozen – Schullandesrat Philipp Achammer hat heute, 31. Juli, in Vertretung der Landesregierung die neue Kletterhalle am Oberschulzentrum in Bruneck symbolisch übergeben. Der AVS wird diese in Zukunft führen. "Die Kletterhalle steht sowohl für schulische Zwecke als auch für außerschulische Freizeitaktivitäten zur Verfügung", so Landesrat Achammer.

Schullandesrat Philipp Achammer hat heute die neue Kletterhalle am Oberschulzentrum in Bruneck offiziell übergeben und im Rahmen einer Feier die Schlüssel symbolisch den Vertretern des Alpenvereins (AVS) überreicht. Der AVS wird die Sporteinrichtung bis 2025 führen. In Vertretung von Bautenlandesrat Christian Tommasini nahmen an der Feier auch Andrea Sega, geschäftsführender Direktor der Abteilung Hochbau und technische Dienste des Landes, sowie Architekt Paolo Bellenzier vom Amt für Hochbau Ost teil. Ebenfalls anwesend waren neben den beauftragten Architekten auch mehrere Schuldirektoren aus Bruneck und Bürgermeister Roland Griessmair.

"Mit der Errichtung der neuen Kletterhalle ist Bruneck um eine auch in architektonischer Hinsicht beeindruckende Einrichtung reicher", erklärte Landesrat Philipp Achammer bei der Übergabe, "diese neue Attraktion stellt ein weiteres wichtiges Freizeitangebot dar und steht den Kletterbegeisterten aus nah und fern das ganze Jahr über zur Verfügung."

Das Sportklettern hat sich in den letzten Jahren zur Trendsportart für alle Altersgruppen entwickelt. Das Land hat daher im Jahr 2009 einen EU-weiten Planungswettbewerb für eine neue Kletterhalle in der Schulzone von Bruneck ausgeschrieben. Sowohl die Schulen als auch Freizeitsportler können nun die neue Sportanlage ganztägig nutzen. Außerdem bestand der Bedarf, einen Parkplatz für ca. 140 Autostellplätze als Ergänzung für den bestehenden Parkplatz zu errichten.

Aus dem Wettbewerb mit 127 Teilnehmern ging das Architekturbüro von Helmut Stifter und Angelika Bachmann als Sieger hervor. Die neue Kletterhalle verfügt unter anderem über drei verschiedene Kletterbereiche (Vorstiegsbereich, Schulungsbereich, Boulderhalle) sowie einen Barbereich. Die Struktur weist über 80 Kletterlinien im Innen- und 17 Kletterlinien im Außenbereich auf. Insgesamt sind ca. 270 Kletterrouten mit einem Schwierigkeitsgrad von 3a bis 8b+ vorgesehen. Die Kletterfläche erstreckt sich über 2500 Quadratmeter mit einer Maximalhöhe von 17 Metern, und das Gesamtvolumen beträgt ca. 16.200 Kubikmeter. Das Gebäude ist im Klimahaus-A-Standard errichtet.

Die Bauarbeiten wurden von der Abteilung Hochbau und technischer Dienst des Landes koordiniert. Die Nettobaukosten mit Einrichtung und Außenanlagen beliefen sich auf knapp sieben Millionen Euro.

Das neue Kletterzentrum mit seinem sehr heterogenen Umfeld und seiner speziellen Lage in unmittelbarer Nähe zu zwei großen Parkplätzen ist zusammen mit dem Vorplatz als Zuschauerbereich für verschiedenste Veranstaltungen geeignet. Das Gebäude zeigt sich als zusammenhängende Formation mit in der Höhe und Raumtiefe variierenden Segmenten. In ihrer Anordnung um den Innenhof und dank der ansprechenden Gestaltung des Außenkletterbereichs entstehen somit ästhetisch hochwertige Außenräume.

Von: ©ka