Diskussion zum Thema Autonomie

Kompatscher bereit, “auch ohne Trient” weiter zu gehen

Sonntag, 27. September 2015 | 14:23 Uhr

Bozen – Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte Medienberichten zufolge im Rahmen einer Diskussion in Bozen, dass die Autonomie nicht provisorisch, aber auch nicht statisch sei.

„Wir waren zwar arm, nun sind wir es – auch dank der Autonomie – nicht mehr“, erklärte der Landeshauptmann. Stattdessen helfe nun Südtirol bei der Sanierung der Staatskasse mit. Südtirol liege bei den Regionen an fünfter Stelle, was die Beiträge pro Kopf betrifft – hinter der Lombardei, der Emilia-Romagna, dem Veneto und dem Piemont. „Wir leisten unseren Beitrag“, bekräftigte Kompatscher.

Wenn Föderalismus bedeute, allen alles zu geben, dann funktioniere das nicht, weil einige Regionen noch nicht so weit seien, erklärte der Landeshauptmann. In Deutschland oder in der Schweiz funktioniere der Föderalismus allerdings bereits und er könne auch für Südtirol funktionieren.

Südtirol wolle die eigene Autonomie weiter entwickeln. „Um dies zu tun, marschiere man mit dem Trentino gemeinsam, da man über das Statut und die über die Region verbunden sei, fügte Kompatscher hinzu. „Falls es jedoch nötig wäre, könnten wir als Autonome Provinz Bozen auch allein weiter marschieren aufgrund der Besonderheiten, über die wir verfügen“, unterstrich der Landeshauptmann. Diese Besonderheiten seien in dem Brief zwischen Italien und Österreich in Zusammenhang mit dem Finanzabkommen bekräftigt worden, wobei auch Österreichs Schutzmachtfunktion unterstrichen worden sei.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen