Über 20 Konten müssen durchleuchtet werden

“Konny” auch im Visier der deutschen Behörden

Donnerstag, 30. Juli 2015 | 12:51 Uhr

Bozen- Der Fall vom Verschwinden des selbsternannten Finanzvermittlers Konrad Mitterrutzner hatte im Mai für Schlagzeilen gesorgt. Nach eingehender Suche tauchte der 51-Jährige aus Feldthurns in einem Hotel in der Slowakei wieder auf und kehrte schließlich nach Südtirol zurück.

Auch die Bozner Staatsanwaltschaft interessierte sich für den Fall und leitete gegen Mitterrutzner Ermittlungen wegen Verdachts auf Betrug und unerlaubte Ausübung des Berufs als Anlageberater ein. Diese stützen sich auf mehrere Anzeigen von Personen, die angaben, Mitterrutzner Geld anvertraut zu haben. Sie fürchteten, dieses nicht mehr zurückzubekommen.

Wie jetzt aus Medienberichten hervorgeht, interessierte sich bereits vor dieser Geschichte die Staatsanwaltschaft von Nürnberg für Mitterrutzner, weil sie die zahlreichen Transaktionen über seine Konten in Deutschland stutzig machte.

Ein Rechtshilfe-Ersuchen ist bei der Bozner Staatsanwaltschaft eingegangen, um die Geschäfte von Mitterrutzner genau zu untersuchen.

Der 51-Jähriger hat den Betrugsverdacht aber stets zurückgewiesen. Er gab an, dass er versuchen werde, den Forderungen nachzukommen. Insgesamt soll Mitterrutzner über 25 Bankkonten verfügt haben – 20 allein auf italienischem Staatsgebiet.

Die Ermittler sind dabei, alle Geldflüsse zurückzuverfolgen. Sobald weitere Erkenntnisse vorliegen, werden sich die Südtiroler Behörden mit ihren Kollegen in Nürnburg austauschen.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen