"Nichtfunktionierender Postversand in Südtirol"

Kuenzer fordert zeitgerechte und sichere Postzustellung

Dienstag, 09. Juni 2015 | 17:11 Uhr

Bozen – Hat das Land Interesse, die Verteilung der Post zu übernehmen, bzw. gibt es eine Kostenberechnung für eine eventuelle Übernahme der Postverteilung? Diese Fragen stellte die SVP-Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer in einer aktuellen Landtagsanfrage dem Landeshauptmann Arno Kompatscher.

 Laut Kompatscher sei die Thematik der Postzustellung sehr komplex. Auf staatlicher Ebene stehen Umstrukturierungsprozesse bevor, auch mit der Tendenz öffentliche Einrichtungen zu privatisieren. Vonseiten des Landes werde alles getan um neue Schließungen von Poststellen zu verhindern. Gleichzeitig laufen Verhandlungen für eine Neuausrichtung der Postorganisationen im Land.

Derzeit werden Schätzungen für die Übernahme der Verteilung im Land durchgeführt. Nur die Übernahme vom Personal – es handelt sich derzeit um 500 Personen, die Post austragen – würde pro Jahr 20 Millionen Euro kosten. „Es ist richtig, dass das Land mehrere Möglichkeiten ausfindig macht, wie der Postdienst neu strukturiert werden könnte. Dabei sind die Erfahrungen des Nachbarlands Tirol sicher sehr wertvoll“, sagt Landtagsabgeordnete Kuenzer.

Nächste Woche will Landeshauptmann Kompatscher das Treffen mit der Postspitze in Rom, Francesco Caio, wahrnehmen um diese Thematik zu vertiefen.
 
Kuenzer schilderte den nichtfunktionierenden Postversand in Südtirol am Beispiel der Einladung zur Jahreshauptversammlung der Südtiroler Bäuerinnenorganisation: Drei Wochen vor Termin der Veranstaltung wurden mit „posta Target“ die Einladungen verschickt. Tatsache ist, dass viele Mitglieder die Einladung erst nach der Veranstaltung bzw. überhaupt nicht erhalten haben. 

Von: ©mk

Bezirk: Bozen