"Erhebung zu Detailhandelslizenzen nicht zu schaffen"

Land erstickt Gemeinden mit Anfragen

Samstag, 26. September 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – Die ausufernde Bürokratie erstickt die Gemeinden. Zwar wirft das Land der Opposition vor, die Gemeindestuben mit Anfragen lahm zu legen – ist aber selbst um keinen Deut besser. Dies wurde gestern im Rat der Gemeinden deutlich.

Der Gemeindenverband hat der Opposition in Sachen „Anfragen-Flut“ schon mitgeteilt, dass keine Daten zur GIS mehr geliefert würden. „Wir haben sonst auch genug zu tun“, so Präsident Andreas Schatzer. Viele Daten seien im Internet abrufbar. Oft sei nicht einsichtig, wozu die Daten benötigt würden.

Doch auch das Land, welches sich in dieser Angelegenheit auf die Seite der Gemeinden geschlagen hatte, beschäftigt die Gemeinden wochenlang mit Anfragen.

Nicht zu schaffen sei eine bis Monatsende abzuliefernde Erhebung zu Detailhandelslizenzen und – flächen, für die „wochenlang Projekte im Bauamt herausgezogen werden müssen“, klagen die Bürgermeister im Rat der Gemeinden.

Es sei nicht klar, ob es das Ganze wirklich braucht oder ob am Ende nicht eine ganz andere Lösung mit Rom in Sachen Handel gefunden wird“, so Peter Brunner (Brixen), gegenüber dem Tagblatt Dolomiten.

Ein Aufschub ist dem Verband zufolge schwierig, weil laut Landesgesetz danach innerhalb gewisser Fristen wiederum die Landesämter am Zug sind. „Dann muss man sich vorher überlegen, was man in Gesetze schreibt“, so Brunner.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen