29-Jähriger verletzte sich unterhalb des Gipfels

Magerstein: Schwierige Rettungsaktion

Freitag, 18. September 2015 | 13:15 Uhr

Rein in Taufers – Eine rund zehnköpfige Gruppe von Alpinpolizei-Anwärtern hatte Schwierigkeiten bei einer Gletschertour auf den 3.273 Meter hohen Magerstein bei Rein in Taufers, da sich beim Abstieg kurz unterhalb des Gipfels ein 29-Jähriger aus der Gruppe am Unterschenkel verletzte und nicht mehr weiterkam. Doch auch die anschließende Rettungsaktion war alles andere als leicht, berichtet das Tagblatt Dolomiten. Der Grund: Wind mit Geschwindigkeiten von 110 Stundenkilometern und dichter Nebel.

Deer Vorfall hat sich gestern ereignet. Im Einsatz waren die Bergrettung von Sand in Taufers und die Mannschaft des Rettungshubschraubers Pelikan 2, der gegen 11.00 Uhr ausrückte. Die Kameraden des 29-Jährigen hatten den Verunglückten versorgt und die Einsatzkräfte gerufen. Heftiger Wind und dichter Nebel machten es dem Helikopter aber unmöglich, bis zum Verletzten zu gelangen.

Bei der Kasseler Hütte, wo weitere Bergretter zwischenzeitlich mit Ausrüstungs- und Hilfsmaterial angelangt waren, legte der Hubschrauberpilot eine Zwischenlandung ein.

Um zumindest etwas näher zum Verletzten hinfliegen zu können, musste Gewicht im Inneren des Hubschraubers verringert werden. Deshalb stieg der Arzt aus. Außerdem wurde sämtliches Ausrüstungsmaterial, das nicht unbedingt erforderlich war, abgelagert. Dadruch konnte der Hubschrauber zwei Bergretter auf eine Höhe von 2.500 Metern bringen. Den Rest legten die Männer zu Fuß zurück.

Mit Biwacksack und Rucksack brachten sie den Verletzten bei den widrigen Wetterverhältnissen bis zum Felsen am Rande des Gletschers. Als sich der Nebel kurzzeitig lichtete, konnte der Hubschrauber die Stelle auf 2.500 Meter anfliegen, dort den Verletzten und auf der Kasseler Hütte dann auch den Notarzt aufnehmen.

Der 29-Jährige wurde ins Brunecker Krankenhaus geflogen.

Von: ©mk

Bezirk: Pustertal